Wie schon berichtet durfte ich ja meinen kleinen Asus eeePC 900 schon nach etwas über einer Woche der Benutzung zur Reklamation einschicken.
Heute kam dann eine nette Mail vom T-Online-Shop, in der es da heißt:
Ihre RücksendungSehr geehrte Damen und Herren,
Ihre Rücksendung des Artikels “ASUS Eee PC 900 12G 8,9” Notebook – schwarz, 12GB SSD, 1GB, “ ist bei uns eingegangen und wir werden diese an den Hersteller bzw. eine autorisierte Reparaturwerkstatt weiterleiten. Wir führen Ihre Rücksendung unter der internen Bearbeitungsnummer: XXXX-XXX-X-XXXXXXX.
Sobald wir das Gerät zurückerhalten, werden wir es umgehend an Sie zurücksenden. Bitte beachten Sie, dass die Reparaturzeiten inklusive der Postlaufzeiten von uns nicht beeinflusst werden können.
Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr T-Online Shop Team
Nach dieser Mail schwante mir bereits böses, ein Anruf bei der Service-Hotline brachte dann zu tage, das ich mit locker 6-8 Wochen rechnen darf. Genial! Da ist der eeePC mit etwas Glück noch knapp die Hälfte wert, und wahrscheinlich schön mit Reparaturspuren versehen.
Anspruch auf ein Austauschgerät hätte ich nicht, und eine Rückerstattung des Kaufpreises ist ja auch nicht möglich, da auf Firma bestellt wurde.
So, nun darf ich 2 Monate lang warten, wobei ich in 2 Monaten auch schon woanders wohne, und daher auch noch meine Rücklieferung ummelden darf, was 100%ig auch nicht klappen wird (kennen wir doch). Wenn dann alle schon mit dem 901er oder gar 1000er rumlaufen, dann kann ich mich über mein verschmuddeltes und irgendwie wieder zusammengefrickeltes 900er freuen.
Aber gut, was will man auch erwarten wenn man die beiden großen Serviceidioten Asus und T-Online in einem Boot hat.
Folgende Verkettung von Ereignissen könnten unter Umständen dafür sorgen, dass man seinen neuen Freund schon nach kurzer Zeit zum Umtausch zurückschicken muss.
- Man lässt den kleinen verdursten was seine Akkufüllung angeht, so das er automatisch herunterfährt
- Man packt ihn behutsam in die mitgelieferte Stofftasche
- Nach 10 Minuten fällt einem auf das man ihn doch gleich wieder aufladen könnte. Dafür öffnet man einfach die Verschlusslasche der Tasche und steckt das Netzteil in die dafür vorgesehene Öffnung
- Nach 2-3 Stunden fällt einem ein das der kleine ja eigentlich voll sein müsste
- Man hebt die Stofftasche hoch und denkt man würde eine Herdplatte anfassen.
- Man zieht ihn schnell aus seinem Stoffmantel und sieht das alle Lampen wild leuchten
- So schnell wie möglich entfernt man den Akku, der eher einem glühendem Stück Eisen gleicht aus seinem Slot
- Man nimmt beide Teile des Gerätes und stellt sie für 10 Minuten auf den kühlen Balkon
- Man setzt die Teile wieder zusammen, startet voller Angst den eeePC und freut sich das er ohne Probleme anspringt
- Man ärgert sich nach 2 Minuten das der Lüfter Geräusche von sich gibt wie eine Brotschneidemaschine
- Man sucht schon mal den Rücksendeschein raus und packt das Paket für die Post zusammen
Und nein, es liegt denke ich nicht daran das der eeePC schlecht verarbeitet wäre.. bei den Temperaturen in der Tasche hätte ich eine Konsistenz des Gehäuses erwartet wie Schokolade die 2 Stunden in der Sonne lag.
Ich weiß nicht warum der kleine Freund angeschaltet war. Normalerweise dürfte er bei geschlossener Klappe ja gar nicht anspringen oder zumindest in den Sleep-Mode runterfahren. Ich hake das mal unter “Phänomen” ab und hoffe das mir der T-Online Shop schnell ein Ersatzgerät zuschickt.
Fazit: Steckt niemals das Ladegerät in euren eeePC solange er in seiner Stofftasche steckt, es sei denn ihr möchtet einen teuren Wärmflaschenersatz haben.
Hach was waren das aufregende 2 Wochen. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich hasse es Dinge die ich unbedingt haben will nur “vorzubestellen”. Man weiß nicht genau wann man nun sein neues “Spielzeug” in den Händen hält, ob man es überhaupt jemals bekommt… und ausserdem fängt man irgendwann damit an, die Tage bis zum vermeintlichem Termin zu zählen.
So war es auch wie vor kurzem Berichtet, nach dem vorbestellen des eeePC 900. Auslieferungstermin sollte der 26.6.2008 sein… und anders als ich es sonst kenne kam bereits gestern, also am 25.6.2008 der Postbote vorbei. Also direkt nach der Arbeit ab zur Postzentrale und das Paket gegen Erstattung der Nachnahmegebühr ordnungsgemäß in Empfang genommen. Da wir jedoch noch einige andere Wege hatten juckte es mir während der ganzen Autofahrt sozusagen schon in den Fingern… das Wort “auspacken” brannte sich in meinem Kopf fest… schlimm ist das wenn man so Technikversessen ist, und vor allem vollkommen unverständlich für die Frauenwelt.
Vor etwas über einem Jahr bin ich ja nun endlich unter die Notebooknutzer gegangen. Naja, mein Fazit: Das Thinkpad ist wirklich ein super Gerät, hat ne ordentliche Performance, ist robust und hat viele gute Features, doch für mich ist es einfach nicht mobil genug. Nicht das Thinkpad an sich, sondern anscheinend generell “normale” Notebooks.
Ich bin niemand der gerne viele Taschen umher trägt, was wahrscheinlich auch ein Grund dafür ist das ich keine Frau geworden bin. Da die Kameratasche, hier die Notebooktasche und ich sehe aus wie Carla Kolumna auf Speed. Das Ende vom Lied war, das ich das Thinkpad im vergangenen Jahr sträflichst vernachlässigt und teilweise 2 Monate am Stück in der Tasche habe stecken lassen. Seit dem ich XULU-Webdesign auch nur noch nebenberuflich betreibe, bin ich auch nicht mehr täglich für Kunden unterwegs.
Obwohl ich auch damals schon gemerkt habe, dass ein ausgewachsenes Notebook zu Kundenterminen in 75% der Fälle keinen Sinn macht. Entweder es ist kein Platz am Tisch, kein WLAN vorhanden (oder noch besser: keiner die Zugangsdaten kennt), oder der Kunde möchte eh viel lieber an seinem eigenem PC/Notebook etwas gezeigt bekommen. Zudem beschränkt sich eine Präsentation am PC eh meist auf wenige Minute, die restliche Zeit wird erzählt, diskutiert und verhandelt.
Lange Rede kurzer Sinn: Das Thinkpad wird verkauft und damit ich in der Zukunft nicht völlig unmobil bin was das digitale Zeitalter angeht, kommt mir ein neuer eeePC 900 von Asus ins Haus. Leider wird es dieses kleine Sub-Notebook wohl erst ende Juni in Deutschland zu kaufen geben, doch ich habe vorgesorgt und mir bereits einen eeePC 900 (in Schwarz) im T-Online Shop vorbestellt. Eigentlich schade, denn das kleine Wunder wäre z.B. ideal dafür gewesen, die Bilder meiner Digitalkamera im Urlaub irgendwo zwischenzuspeichern.
Wer also gerade ein Notebook suchen sollte und bei einem fast ungenutztem IBM/Lenovo Thinkpad R60 UL1DXGE Interesse hat, der darf sich gerne zwecks weiterer Infos und Preisverhandlungen bei mir melden. Ansonsten wird es wohl seinen Weg zu eBay finden.


