Da meine Freundin gerne draußen ist, mir aber einfach nur rumlaufen irgendwie auch zu langweilig wird hat mich Alexander vor kurzem auf das Geek-Hobby Geocaching aufmerksam gemacht.
Was macht man da? Nun, Geocaching ist im Prinzip eine moderne Form der Schnitzeljagd. Statt das man irgendwelche Zettel mit Hinweisen sammelt, gibt es im Internet tausende Koordinaten von Caches rund um den Globus die es zu besuchen gilt.
Caches können sich dabei überall befinden, irgendwo auf dem Brocken an einem Baum, auf einer kleinen Insel, einem Spielplatz, einer Kirche… Plätze an denen man täglich unaufmerksam vorbei geht.
Dabei gehört zur Grundausstattung ein Stift zur Eintragung ins Logbuch und ein GPS-Empfänger. Nur zum ausprobieren wäre mir jedoch die Anschaffung eines GPS-Empfängers doch etwas zu heftig, doch wozu hat mein MDA Compact III (bekannt als HTC P3300) denn einen eingebauten GPS-Chip.
Zur groben Navigation wird daher das bereits installierte TomTom 6 bedient. Für das detaillierte Auffinden des “Verstecks” kann ich PPC-Nutzern aktuell das Tool BeeLineGPS empfehlen. Nach dem 30 tägigem Test ist das umfassende Tool für erschwingliche 30$ zu bekommen. Dafür stehen einem verschiedenste Import/Export-Formate für Cache-Koordinaten zur Verfügung, ein Tracking-Lock und verschiedenste Übersichten und Statistiken. Da das Programm gezielt fürs Geocaching ausgelegt ist sollte man hier kaum etwas vermissen.
Online-Treffpunkt für Interessierte stellen die Portal Geocaching.com (Englisch) und Opencaching (Deutsch) dar. Ersteres ist aus meiner Sicht zwar etwas verwirrend, aber anscheinend die vollständigere der beiden Datenbanken. Eine Übersicht aller Begriffe die sich um dieses Thema ranken findet ihr im CacheWiki.
Also einfach Informieren, Anmelden, schauen was es für Caches in eurer Nähe gibt, und dann ab in die Natur (das ich das mal sage).
Irgendwie komisch wenn man sich nun vorstellt das es in Deutschland tausende Erwachsene Menschen gibt die scheinbar sinnlose Plastikdosen und Tupperboxen hinterherjagen, aber beim Fußball wird ja auch einfach einem rundem Leder hinterher gelaufen, ist auch nicht viel besser. Das ganze drumherum, die Rätzel die man dabei teilweise lösen muss, und die Orte die man kennen lernt bringen für viele wohl noch einen weiteren Spaßfaktor.
Übrigens muss ich gestehen das ich bisher auch nur theoretisches Wissen gewonnen habe, BeeLineGPS habe ich heute Früh aber in einem kleinen Selbstversuch getestet und vorerst für die beste Software befunden. Am Wochenende werden dann wohl die ersten 2-3 Caches erlegt, ich freu mich drauf :)
Ja, werden sich einige fragen, hat der denn zuviel Geld? Zu viele Kunden? Nein, das definitiv nicht, nur sind zufällig alle Neuanschaffungen die ich so alle paar Jahre mal tätige wohl auf die gleiche Zeit gefallen.
Zuerst der neue Server, dann das neue Thinkpad und nun auch noch das MDA Compact III von T-Mobile.
Naja, es war einfach mal wieder Zeit für eine Vertragsverlängerung.
Nun habe ich mich aufs Glatteis gewagt und mich für die nächsten zwei Jahre auf einen MDA bzw. PDA eingelassen. Was für mich gleich ein wenig befremdlich war, war die Vorstellung überhaupt keine Tasten mehr bedienen zu können, alles geht über das Touchpad, auch die Nummernwahl. Das ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, doch schnelle Manöver lassen sich auch leicht mit dem Fingernagel erledigen.
Technisch hat der MDA alles was man benötigt, ausser zwei toller Technologien: WLAN und UMTS.
Ansonsten hat das Gerät 201Mhz, 64MB Ram, 128MB Rom und wurde von mir mit einer 1GB MicroSD-Karte bestückt.
Der Clou ist natürlich der integrierte GPS-Empfänger, der wird jedoch erst später wirklichen Tests unterzogen. Von der Größe her ist das Gerät wirklich annehmbar, zwar etwas breiter als meine sonstigen Taschenhandys, dafür jedoch relativ flach.
Ob sich der Kauf gelohnt hat wird sicherlich der Alltag zeigen :)


