Ich weiß noch, so Anfang diesen Jahrtausends, 2000/2001 ca. da wusste ich noch nicht sonderlich viel von PHP und selbst damals war PHP ja auch keine Selbstverständlichkeit auf dem heimischen Webspace.

Nun bietet PHP da eine praktische Funktion von der wir wohl auch immernoch oft gebrauch machen. include() kann externe Dateien nach belieben an der verankerten Stelle in die Datei einfügen und ausführen.

Das war damals schon praktisch wenn man z.B. einheitliche Kopf und Fußbereiche einer simplen Seite einbinden wollte um diese bei einer möglichen Änderung nicht für jede angelegte Seite erneut ändern zu müssen.

Jedenfalls gab es damals eine tolle Alternative zu include, und die nannte sich kurz SSI, Server Side Includes. Damit war es möglich (sofern im Apache das Modul mod_ssi aktiviert war, war es allerdings fast immer) solche statischen Bereiche einer Seite einheitlich in externe Dateien zu verschieben.

Das sah dann z.B. so aus:

<!--#include file="header.shtml" -->

Das war damals jedoch auch irgendwie alles wofür wir SSI benutzt haben. Heute arbeitet ich mal wieder auf dem Webspace eines Kunden der noch einen steinzeitlichen Vertrag bei 1&1 hat den ich aus unerfindlichen Gründen niemals auf ein PHP-fähiges-Level upgraden konnte.

Da kamen mir spontan wieder die Server Side Includes in den Sinn. Immerhin besser als alles 10x zu schreiben. Als ich den dazu passenden Wikipedia-Artikel aufrief sah ich aber, das SSI noch mehr bietet als das simple einbinden weiterer HTML-Schnipsel. Ja! In SSI gibt es sogar Variablen, Systemvariablen und if/else Abschnitte, selbst reguläre Ausdrücke werden verstanden. Wer mehr wissen möchte sollte sich mal die weiterführenden Links auf Wikipedia ansehen.

Nicht das wir jetzt aufhören sollten unsere CMSe zu nutzen oder so, ich wollte nur mal meine Verwunderung ausdrücken. Was hätte mir das doch nur damals bei meinen Frickelprojekten für arbeit erspart, wenn man z.B. den <title> mit einer Variable betanken hätte können.

War jedenfalls mal wieder schön eine kleine Exkursion in alten Codegefilde zu machen, allerdings ist man doch auch irgendwann wieder froh im jetzt und heute zu sein.


IRC leicht erklärt

Das “neue” Mitmach-Web ist ja eine feine Sache. Jeden Tag kommen ungefähr so viele neue Services und Communitys online wie unser toller Retoriklehrer gestern “Äääääh” gesagt hat, also wirklich viele ;)

Nun stellte ich mir vor einiger Zeit jedoch die Frage warum wir immer auf neue Züge aufspringen müssen? Ist manchmal eine “alte” Technik nicht viel unkomplizierter, direkter und verlässicher als “(We-are-Updating)Twitter”, “Frazr” oder dieses “Pownce”?

Ich war schon immer ein Fan der IRC-Infrastruktur, ein ganz simpler Chatroom wo ein paar Rechte vergeben werden können und die Leute einfach mal was schreiben, einfach so, ohne Tweetbar, RSS-Feed, Freundesanfragen oder Tagging … sozusagen wie zu Web 0.1 Alpha-Zeiten. Man braucht nicht mal ne Invitation, uncool oder?

Nach der Feststellung das nicht alles was älter als 4 Jahre ist gleich schlecht sein muss gründete ich mit Arne und Michel den Weblounge-Channel im Oldschool-IRC auf Freenode. Also, wir würden uns freuen wenn Ihr euch als echte Forscher mit uns aufmacht und die Reliquien des Internets mit uns wieder ein wenig ausbuddelt :)

Achso: Zielgruppe sind natürlich alle “Webworker” die ein bisschen Verständnis von semantischem Code und vielleicht auch Design haben, ich bin gespannt.



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