Wer öfters mit Photoshop arbeitet, dem wird in manchen Bereichen wahrscheinlich schonmal die Problematik der halben Pixel aufgefallen sein. Halbe Pixel ist eigentlich falsch, die gibt es rein physikalisch nicht. Mit halben Pixeln stellen sich Ränder immer in ein wenig “ausgefranst” bzw. transparent dar. Manchmal kann das ja ganz nützlich sein, doch was wenn man gerade mit Formen eine gestochen scharfe Box aufziehen möchte?
Die letzten 4 Jahre machte ich es mir immer mehr als umständlich und justierte alle aufgezogenen Formen solange nach, bis diese gestochen Scharf dargestellt wurden. Umständlich und Aufwendig.
Andi Portmann von Konkret zeigte mir dann vor kurzem im Sefrengo-Channel die eigentlich so nahe liegende Lösung zur Vermeidung von halben Pixeln (zumindest was Formen/Forms angeht).
Um noch einmal zu verdeutlichen was es mit dem Phänomen der halben Pixel auf sich hat, hier eine Grafik die links (A) eine abgerundete Box mit abgestuften Kanten und rechts (B) eine Box mit gestochen scharfen Kanten zeigt. Unser Ziel ist als B :)

Ok, und wie kommen wir nun zu unseren scharfen Kanten? Es ist eigentlich nur ein einziger Klick den ich jedoch trotz jahrelanger Anwendung bisher immer übersehen habe.

Man wähle also in der Toolbar die Forms aus, erweitert das Menü dann über einen Klick auf den vertikalen Pfeil am Ende der Auswahlliste und macht zu guter letzt einen freudigen Klick auf die Option “An Pixeln ausrichten”, fertsch. Von nun an gibts zumindest beim erstellen von Formen keine Probleme mehr mit ausgefransten Rändern.
Vielleicht hilft das ja dem ein oder anderem der genauso blind war wie ich.
Wie ich im Pixelgalerie-Weblog gelesen habe bietet der Addison-Wesley-Verlag ab sofort seinen frischen Photoshopper-Podcast als Screencast an. Wie ich finde eine sehr gute Entscheidung, denn so wirklich “Live” mitmachen konnte man das ganze über den Audiostream dann doch nicht, das geht jetzt mit dem Screencast wirklich um einiges leichter.
Timo Hetzel führt dabei alle 14 Tage sehr gekonnt durch die ca. 10-15 minütigen Folgen die jeweils ein bestimmtes Thema abhandeln. Bisher wurden bereits der Extrahieren-Filter sowie die Fotorestauration in Photoshop vorgestellt. Auch für mich war dabei immer noch der ein oder andere nicht gekannte Shortcut oder Kniff enthalten.
Für eure RSS-Reader gibts den Screencast natürlich auch immer aktuell als RSS-Feed.
Als ich vor einiger Zeit begann das PNG-Format für mich zu entdecken, machte sich auch sehr schnell Ernüchterung bei mir breit.
Der Grund dafür war, dass der Internet Explorer in all seinen Version ein Problem mit den Gammawarten von PNG-Grafiken hat. Im Resultat macht sich das in sofern bemerkbar, dass der IE in der Regel alle PNG-Grafiken ein wenig dunkler darstellt als es z.B. Opera und Firefox tuen.
Das machte sich bei der Anwendungen von PNG-Grafiken in sofern schlecht, da die Grafiken sich oft von ihrer eigentlichen Hintergrundfarbe abheben, und man somit im Prinzip eine gesonderte CSS-Datei für den IE anlegen müsste.
Doch dieser Spuk ist nun endlich vorbei. Des Rätzels Lösung ist das kleine aber durchaus feine OpenSource-Tool TweakPNG. TweakPNG kann verschiedene Default-Werte von PNG-Grafiken modifizieren, hinzufügen oder löschen. Somit lässt sich z.B. die Standardhintergrundfarbe für Browser ohne Alpha-Kanal festlegen u.v.m.

Für das fixen des Bugs ist jedoch im besonderen der Wert “gAMA” wichtig. Öffnet man eine PNG-Datei mit TweakPNG, löscht die Chunk-Zeile “gAMA” und speichert die Datei wieder, so lässt sich beobachten, dass die PNG-Grafik fortan in allen Browsern identisch ausgegeben wird.
Wahrscheinlich für viele ein alter Hut, ich wollte es den Unwissenden unter euch aber dennoch nicht vorenthalten.
P.s.: Ein sehr guter Hack um dem IE6 ebenfalls den Umgang mit einem Alpha-Kanal beizubringen, findet sich in diesem Tutorial.


