Ich habe ja bereits vor einigen Monaten bekundet das ich nicht wirklich viel von Adblock-Plugins halte. Die Gründe möchte ich jetzt hier nicht noch einmal bis ins kleinste breit treten aber: Natürlich sind LayerAds und Soundbanner ein echtes Übel das vor allem dadurch penetrant wird das es unseriöse Anbieter gibt die beim Klick auf “Schließen” die Seite erst recht öffnen, dennoch denke ich das man kostenlosen Diensten etwas zurück geben sollte… und da stört es nicht die paar Banner mal mitladen zu lassen, es sei denn man bezahlt für seinen Traffic oder surft mit ISDN.
Nun kann es allerdings Fälle geben wo man als Seitenbetreiber erkennen möchte ob ein Besucher denn ein solches Plugin in seinem Browser benutzt oder nicht. Da das Plugin ja clientseitig fungiert und sich auch nicht im Header des Browsers zu erkennen gibt, ist das serverseitige erkennen aktuell nicht möglich.
Durch Zufall bin ich nun auf das kleine JavaScript Adblock Detector gestoßen. Auf der Seite findet man einige Beispiele und auch einen Livecheck mit dem man On-The-Fly testen kann ob das Script den eigenen AdBlocker denn erkennt. Bettet man das Script in die eigene Seite ein, kann es von nun an über einige kurze Tests im Hintergrund erkennen ob der aktuelle Nutzer denn einen Adblocker nutzt oder nicht, und dementsprechende Aktionen ausführen.
Möglich wäre z.B. in der eigenen Statistik aufzuzeichnen wie viele Besucher einen AdBlocker nutzen, oder den Besuchern einen Hinweis auszugeben das es durch die Benutzung von AdBlockern zu Darstellungsfehlern kommen kann.
Natürlich könnte man auch einen kurzen Hinweis ausgeben das das blockieren von Werbung dem Dienst die Einnahmen verringert, oder gar User mit AdBlockern vom Dienst aussperren, meine Erfahrung hat jedoch gezeigt das solche Moralpredigten oder gar Gängelungen bei Usern die bewusst auf Werbung verzichten wollen nichts bewirken.
Solltet ihr noch weitere nützliche Anwendungsbereiche sehen, dann immer her damit.
Nach der OMD fragen sich einige Kritiker warum es denn die OMD eigentlich gibt? Witzig oder? Der Gedankengang sieht dabei in etwa folgendermaßen aus:
Warum bewerben sich Online-Agenturen eigentlich noch Offline? Agenturen die Online-Marketing betreiben sollten es doch, sofern sie etwas von ihrem Handwerk verstehen, gar nicht mehr nötig haben sich Offline auf einer Messe zu zeigen. Eine Agentur die ihr Handwerk also versteht könnte ihre gesamte Kundschaft doch eigentlich mit dem eigenem Know-How online an Land ziehen. Solche Offline-Präsentationen wie auf der OMD zeugen daher nur von fehlendem Fachwissen.
Klingt logisch, denn Agenturen die Fernsehwerbung verkaufen bewerben ihre Werbeplätze ja schließlich auch in TV-Spots, oder nicht?
Oder nehmen wir folgendes Beispiel: Wir wollen Kunden die noch keinen Internetanschluss haben davon überzeugen das sie eben solchen bei uns buchen… na klar, da machen wir doch am besten gleich ne Spamschleuder Mailkampagne auf.
Macht doch Sinn, oder?
Also wirklich: Wer schreibt denn vor das man seine Kundschaft nur über den Kanal generieren sollte den man selber als Werbemedium nutzt. Muss man davon ausgehen das Entscheider die Kanäle auf denen Sie Werbung buchen auch tatsächlich selber nutzen? Warum darf man sich auf einer Offline-Messe nicht einfach mal seinen Offline-Kunden präsentieren? Wie will man Kunden für einen Kanal begeistern den sie selber vielleicht noch gar nicht richtig kennengelernt haben?
Also: Alle Firmen die die OMD besucht haben sind doof und wissen nur nicht wie man den großen Reibach im Netz macht… und wehe ihr trefft euch mit euren Kunden noch im realen Leben, online ist schließlich alles möglich ;)
