Wer ist für Überstunden, Haarausfall, Ratlosigkeit und Unproduktivität in unserer Branche verantwortlich? Richtig: Der Internet Explorer.

Nun ist bei David eine kleine Diskussion entbrannt, die sich darum dreht, in wie weit man heute bei der Umsetzung von Webseiten den Internet Explorer unter Version 7 unterstützen sollte.

Meine Meinung: Für Webseiten mit geschäftlichem Hintergrund, bei der es auf jeden Besucher ankommt, ist eine Optimierung für den Internet Explorer ohne zweifel notwendig, bei meiner Arbeit sogar teilweise noch für den IE5… je nach Zielgruppe.

Auf der anderen Seite sehe ich jedoch, das es wohl keinen anderen Weg mehr gibt die Nutzer zumindest zu einem Update auf den Internet Explorer 7 zu bewegen, als diese ganz einfach zu zwingen. Was helfen kleine Hinweise wie “Sie setzen einen veralteten Webbrowser ein, bitte aktualisieren Sie auf eine aktuelle Version”, wenn der Nutzer am anderen Ende eh alles auf der Seite ansehen kann? User sind Faul und niemanden interessiert solch ein Hinweis, solange nicht drastische Nachteile für Ihn dadurch entstehen.

Nun ist Eric Eggert heute aus einer Spielerei heraus einen Schritt weiter gegangen, und hat seine Seite so modifiziert, das diese für IE-Nutzer (alles unter Version 7) in gespiegelter Form ausgegeben wird, ein flüssiges lesen der Inhalte wird damit nahezu unmöglich.

Ein drastischer Schritt, doch wie ich finde der einzige Weg um auch die letzten Updatefaulen dazu zu bewegen, entweder direkt umzusteigen, oder wenigstens auf die halbwegs brauchbare Version des Internet Explorers zu aktualisieren. Wir mit unseren privaten Weblogs haben denke ich nichts zu verlieren, wenn wir diese Nutzergruppe von unseren Seiten ausgrenzen.

Nun stellt sich wie immer die Frage: Aber was ist mit den Leuten, die in einem Firmennetzwerk sitzen und nicht selber über ein Update entscheiden können?

Nun, für geschäftliche Seiten mag das stimmen, doch unsere privat geführten Weblogs gehen doch keine Chefetage während der Arbeitszeit etwas an, oder? In der Realität sieht das natürlich anders aus, auch während der Arbeitszeit surfen viele an ihrem Arbeitsplatz verbotenerweise privat. Was nun wenn ein gewisser Teil der Seiten für die Belegschaft nicht mehr wirklich zugänglich ist? Ab einer kritischen Masse werden voraussichtlich Anfragen an die IT-Abteilung erfolgen (natürlich unter anderem Vorwand), und spätestens wenn es die Chefetage einmal getroffen hat wird wohl hoffentlich eine Konsequenz gezogen werden.

So meine These, ob es tatsächlich so kommen könnte steht wohl in den Sternen. Tatsache ist aus meiner Sicht jedoch: Mit freundlichem Fragen und Betteln werden wir auch die nächsten 4 Jahre noch mit einem nicht geringem Teil an Browser-Rentnern zu kämpfen haben.

Daher ein durchaus drastischer und eventuell auch hirnrissiger Aufruf:
Verdreht (wie ich es aktuell auch mache) den IE6-Nutzern den Kopf, das widerspricht zwar total dem Accessability-Kredo, ist aus meiner Sicht aber der einzige Weg den Umstieg zu beschleunigen. Hier steht und fällt natürlich alles mit der Zahl der (un)unterstützenden Webseiten.

<!--[if lt IE 7]>
  <style type="text/css">body { filter:FlipH(); }</style>
<![endif]-->

Einfach oberen Code in euren <head> übernehmen und fertig. Damit nun aber auch der gemeine IE6-Nutzer überhaupt weis das dieser Effekt gewollt und kein Fehler ist, solltet ihr wohl an beliebiger Stelle noch einen (nicht gespiegelten) Hinweis verpacken, denn sonst bringt das ganze nichts.

Ich weis das dies ein ziemlich drastischer Schritt ist, doch in meinen Augen hilft alles Heulen und Schimpfen über den Internet Explorer nichts, solange wir ihn weiterhin unterstützen.

Ob man den Internet Explorer 6 nun einfach bei der Entwicklung der privaten Seiten links liegen lässt, oder aber wie ich es mache, die Nutzer direkt aussperrt ist natürlich jedem selber überlassen.

Update:

Mir ist bewusst das dieser Schritt eindeutig dem “Das Internet ist für alle da”-Leitspruch entgegenwirkt. Um die armen Leute die für die Wahl des Webbrowsers nichts können zu verschonen, habe ich auf Alexanders Anfrage eine einfache kleine Abfrage geschrieben die bewirkt, das der Effekt nur am Wochenende auftritt, sprich zu einer Zeit die fast ausschließlich im privaten Umfeld passieren dürfte. Ich denke das wäre ein Kompromiss…

<?php if(date('w') == 0 || date('w') == 1){?>
  Hier den Code einfügen
<?php } ?>

Update 2:

Nachtrag zu Verdreht den IE6-Nutzern den Kopf…



Kommentare zum Thema Verdreht den IE6-Nutzern den Kopf...:

1 | Ulf schrieb am 28.02.2008 um 21:40
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Richtig so, zeig’s den Pennern :D Nee, ganz im Ernst, die Idee find ich cool :-)

2 | Arne schrieb am 28.02.2008 um 21:40
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Ich unterstütze das vollkommen. Wie ich schon vorhin im Messenger sagte: So langsam scher ich mich da auch nicht mehr um die Kommentare über das angebliche “lame” Unterbringen von Hinweisen zu Browserversionen und so etwas. Sicher, dieses “optimiert für” ist ziemlicher Humbug, aber um dem IE6 langsam mal endlich Einhalt zu gebieten, werd ich zumindest aufgreifen, Benutzer ohne Browser (also mit IE6) darauf hinzuweisen, dass sie der Welt hinterher hinken und das Web aufhalten. Natürlich netter ausgedrückt, aber man kann sich – wie Du schon sagst zumindest im Non-Business- – Web nicht immer durch den IE6 in die Knie zwingen lassen. Stagnation darf nicht sein, nur weil man sich zu fein ist, mal drastische Schritte in Angriff zu nehmen.

3 | Patrick schrieb am 28.02.2008 um 21:49
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Eric scheint das wieder rausgenommen zu haben, wenn ich seine Seite besuche dann sieht alles aus wie immer, aber ist echt ne witzige Idee.

Ich hab auf meinem Blog nur ne schoen grosse Nachricht prangen, vielleicht werd ich das auch einbauen, mal schauen.

4 | Alexander Hahn schrieb am 28.02.2008 um 22:03
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So, ich schließe mich der Aktion an, meine Seite ist nun auch geflippt!

5 | Christian schrieb am 28.02.2008 um 22:03
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Jaja, der Eric ist auch eigentlich ein Meister wenn es um die Zugänglichkeit geht, von daher kann ich das schon verstehen.

Die Frage ist: Brauche ich diese User eigentlich? In meinem Fall denke ich surft keiner der Webentwickler die sich für meine Themen interessieren mit einem IE6. Hätte ich hier zumindest noch mein Portfolio was mir evtl. Kunden generieren könnte… Ok, würde ich mir das ganze nochmal überlegen.

Auch wenn einige vielleicht Garnichts dafür können das sie mit dem IE6 surfen, so muss man zumindest darüber versuchen auf die Entscheider Druck auszuüben. Auch wenns schade ist das es nur so geht.

6 | Max Tillich schrieb am 28.02.2008 um 22:38
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Ich finde diese radikale Methode einerseits gut, andererseits asozial, wenn ich das so hart sagen kann. Es gibt tausende Leute, die nicht einmal zwischen der Bedeutung von browser und Betriebssystem unterscheiden können, zb ältere Leute. Diese Gruppe hat kein Wissen darüber, ob, wie, warum und was sie unserer Meinung nach tun sollten.
Auf ein kleines blog, mit überwiegend gleichgesinnten Lesern, ist dies nicht direkt zu beziehen und ganz cool, aber die Einstellung als solches ist finde ich schlicht asozial im kleinen.

Der Nutzer kann manchmal einfach nichts dafür, dass der IE in alter Version genutzt wird, aber wer den potentiellen Leser nicht will, der kanns auch erreichen. Eine Aufklärung im blog hätte allerdings einen größeren Nutzen für beide Seiten, Eric und den potentiellen Leser, der per IE5 die Seite ansteuert.

Ich, angenommen ich wäre bedeutender Politiker, würde bei Fachkräftemangel den billigen ausländischen Facharbeiter auch nicht abschieben, nur weil er eine andere Sprache spricht. Ich kläre ihn darüber auf, dass er für die Gesellschaft mit Deutsch wertvoller wäre und sowohl er, als auch ich als Vertreter der Gesellschaft davon provitieren würde.

Als Bäcker kann ich den Kunden auch nicht vorschreiben, welche Temperatur ihr Wohnzimmer haben muss, damit mein verkaufter Kuchen essbar ist. Webdesign ist nicht viel mehr als jeder andere Beruf und so, wie andere mit wiedrigen Umständen zu kämpfen haben, müssen wir mit Microsofts “Werken” zurecht kommen, wobei wir es einfacher haben, als der Bäcker.

Ich schwimme damit vllt gegen den Strom, aber ich bin ja noch jung, ich darf das.
Max

7 | Christian schrieb am 28.02.2008 um 22:52
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Ich gebe dir vollkommen recht, allerdings kann man doch auch nicht einfach da sitzen und die Leute in dem glauben lassen ihr Browser wäre der beste.

Der oben genannte Effekt ist sicherlich sehr extrem, und sollte evtl. auch nur auf Seiten mit sehr geringem IE-Anteil genutzt werden. Im Prinzip wollte ich damit nur sagen:

Nervt die IE-User, damit sie zumindest darüber aufgeklärt werden das ihr Browser stinkt! Und wenn sie nur zu ihrem Enkel rennen und sagen “Du, bei mir klappen andauernd Meldungen auf ich soll meinen Broooowsr aktualisieren”. Natürlich ist das komplette verschleiern der Inhalte asozial, doch zumindest muss man es den Benutzern nicht so leicht machen wie den Leuten die vernünftige Software nutzen.

8 | Max schrieb am 28.02.2008 um 23:05
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Is in der tat ein pikantes thema (um es politisch korrekt auszudrücken). Hoffentlich wird sich das in 1, 2 Jahren komplett erledigt haben und dann such ich mir n anderen Berufswunsch, weils dann jeder/frontpage kann…mist!

9 | Peter schrieb am 28.02.2008 um 23:21
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Nur damit ich das jetzt richtig verstehe: Wir nehmen einen Linux nutzenden Firefox-Anhänger der ersten Stunde (mich) der unverschuldet von Zeit zu Zeit in die Situation kommt, an Rechnern, auf denen es nur den Internet Explorer gibt (Unibibliothek) Zeit totschlagen zu dürfen/müssen. Und ihr gefrusteten HTML-Taliban schlagt jetzt vor, Sachen in Websites einzubauen, nur um mir den Tag zu versauen? Verstehe ich das richtig?

10 | Peter schrieb am 28.02.2008 um 23:28
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In meinem Blog hat im übrigen Safari einen Darstellungsfehler, den ich nur durch einen kriminellen CSS-Hack habe reparieren können. Ich hab ewig gebraucht, bis ich den gefunden und angewendet habe und zu allem Überfluss ist mein CSS nun nicht mehr valid. Soll ich jetzt auch einen auf rebellisch machen und meine Seite für alles, was mit Apple-Software daherkommt nichtmachen? Ich meine, warum benutzen diese ganzen Dummköpfe nicht was anständiges?

11 | Oliver schrieb am 28.02.2008 um 23:43
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Christian, ich bin begeistert! ;)

12 | Arne schrieb am 29.02.2008 um 04:00
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@Peter: Auch wenn ich Deine Art und Weise für unangebracht halte, muss ich zugeben, dass Dein Argument nicht von der Hand zu weisen ist.

Nur ist es eben meiner Meinung nach nur recht, irgendwie dazu beizutragen, dass der IE6 “bekämpft” wird. Dass Christians Vorschlag mit dem Spiegeln etwas drastisch ist sehe ich ein. Mir persönlich würde die Warn-Hinweisleiste schon einiges geben, ich denke schon, dass es viele Leute gibt, die auf solch eine Hinweisleiste in irgendeiner Form reagieren, und sei es auch nur, dass sie eben zur Kenntnis nehmen, dass u.U. der Browser daran Schuld sein könnte, wenn irgendetwas nicht klappt.

Da heisst es dann eben nur einen ausgeklügelten Text zu finden. Ich finde zum Beispiel, dass ein expliziter Hinweis auf den Firefox schon wieder nach Werbung aussieht. Heisst also für mich, mal ganz davon abgesehen dass eben wirklich Werbung gemacht wird, dass der Benutzer eventuell das Ganze für Werbeschrott halten könnte, der nicht direkt vom Betreiber kommt.

Hm, cutoff, ich lass das mal nu so im Raum stehen. Würde mich aber natürlich über weitere Diskussion freuen, nur ist’s mir gerade etwas zu spät ;-)

13 | Steffen schrieb am 29.02.2008 um 07:51
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@Christian
In meinem Fall denke ich surft keiner der Webentwickler die sich für meine Themen interessieren mit einem IE6.[…]

Stell Dir vor das ich ein interessierter Webentwickler bin der sich für deine Themen interessiert aber aufgrund seines Jobs mit dem IE6 Surfen muss weil er ein sehr restriktives und unheimlich veraltetes System nutzen muss.

Ich kann Peter da nur zustimmen. Das ist ne echt schrottige Aktion die nur einen Ideologischen Wert hat aber mit Sicherheit weder Micro$oft noch den unbedarften User oder wen auch immer Ihr ansprechen wollt dazu bewegt den Browser zu wechseln.

Wenn ihr polarisieren wollt bitte… aber doch nicht so. Anstatt so sinnfrei den Inhalt zu spiegeln wäre es erheblich freundlicher einfach das nur Stylesheet weglassen.

So bleibt der Inhalt wenigstens lesbar. Ich mein ja nur so wegen Content is King und so.

kopfschüttel

14 | Horst Scheuer schrieb am 29.02.2008 um 08:06
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Glaubt hier wirklich jemand, dass sich Nutzer des IE Gedanken machen warum die aufgerufene Seite so aussieht? Also ich würde einfach auf das Kreuz oben rechts im Browser drücken und gut ist es. Ich glaube, dass dieser “Hack” mehr schadet als nutzt!

15 | Christian schrieb am 29.02.2008 um 08:29
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@Peter Genau das ist doch der Punkt! Wir wollen doch nicht für eine bestimmte Browserversion optimieren, sondern einfach sauberes HTML und CSS schreiben. Die Spiegelung ist natürlich mit Abstand das drastischste Mittel, aber warum setzt du dich tagelang hin und optimierst deine private Seite für Fehler die andere Browser machen?

Ich habe es bislang auch so gemacht, jeder Randgruppe das passende geliefert. Die komplette unzugänglichkeit ist natürlich sehr drastisch und jeder sollte für sich entscheiden ob er soweit geht. Andere Formen wie z.B. das ausschalten des Stylesheets, oder einfach das nichtausbügeln von Fehler wären andere Herangehensweisen.

16 | macx schrieb am 29.02.2008 um 09:33
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In meinem Artikel rede ich nicht von Gängelei wie hier. Ich rede davon, ihm beispielsweise einfach keine Stylesheets zu geben. Der Inhalt wäre da, die Webseite les- und bedienbar. Und trotzdem steht da dann unverkennbar: Du surfst falsch.
Und die Mitarbeiter in den großen Zentralen laufen Sturm bei Ihren IT-Bossen und fordern einen besseren Browser. Ja, genau das ist mein Plan.
Wir sind die Kreativen, das fordern zumindest unsere Kunden. Und nun fordere ich mich und euch dazu auf, für ein besseres Web zu kämpfen, damit wir noch bessere Webseiten machen können. Ich möchte kreativ sein, und nicht gebremst durch einen Browser. Wie profan…

17 | Hasch schrieb am 29.02.2008 um 11:18
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Ich finde es mehr als verwerflich den IE zu ignorieren.
1) habt ihr als Webentwickler eine Verantwortung gegenüber den Usern – das Web zu entwickeln, nicht das Web zu blockieren.
2) gibt es genügend User, die froh sind, wenn sie den Browser-Knopf finden und sich schnell Informationen beschaffen können
3) verbaut ihr damit Kunden Nutzer-Aktivität.

Zeichnet sich eine gute Website nicht dadurch aus zugänglich zu sein – das sollte auch für den IE gelten ;)

18 | Christian schrieb am 29.02.2008 um 11:34
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Nochmal: Das was wir hier sagen tritft NICHT für Kunden zu, denen werde ich keinen Browserkrieg aufbuckeln, es ist lediglich eine krasse Form um den Leuten zu zeigen das sie das Web behindert. Irgendwann muss man es doch leid sein sich immer mit dem kleinstem gemeinsamen Nenner zufrieden zu geben.

19 | josef schrieb am 29.02.2008 um 13:10
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@Christian
Man muss sich nie mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner zufrieden geben, nur weil es den IE 6 gibt. Wer sagt denn, dass eine Seite in allen Browsern gleich aussehen muss?

Ich finde die Herangehensweise mit dem Spiegeln der Seite für IE 6 einfach nur armselig, sie dient letztendlich nur dazu, frustrierten Webentwicklern ein Aggressionsventil zu geben.

Das Ergebnis solcher Aktionen sind einfach nur weniger User für eure Seiten. Wofür haltet ihr euch eigentlich, dass Leute Zeit und Ärger für Upgrades oder Browserwechsel investieren, nur um eure Inhalte zu lesen?

20 | Arne schrieb am 29.02.2008 um 16:32
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@Josef
Letztendlich kann doch jeder über seine Nutzergruppe wie auch seinen Lesestoff selbst entscheiden, wo ist das Problem? Die einen schränken nach Alter ein, die anderen nach Geschlecht, wieder andere geben ihren privaten Kram nur an private Bekannte weiter… nun haben wir eben eine neue Kategorie ;-)

Nun ja. Wie dem auch sei. Wie ich schon sagte, die Intention finde ich unterstützenswert, auch wenn die Gegenargumente natürlich absolut überwiegen. Nur finde ich den Ton, den hier manche anschlagen auch ein wenig arm. Kritik kann man auch ohne Anfeindungen bringen, oder?

21 | soophie schrieb am 29.02.2008 um 16:46
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Grundsätzlich finde ich das witzig. So am 1. April oder so. Aber nicht um jemanden auszuschließen. Bei Yatil und hier kann man ja solche Sachen machen, aber wenn ich mir überlege, wie mein Vater gucken würde, wenn sein Forum falschherum wäre, nur weil er ein Fan von Netscape ist (jaaaa ich habe ihm Firefox installiert, aber er weigert sich, denn als Standardbrowser zu verwenden). Ich finde sowas hat – auch wenn es weit hergeholt ist – nichts mehr mit der eigenen Freiheit zu tun.
Es gibt Leute, die wollen den IE6 behalten. Vielleicht weil das neue Layout vom IE7 hässlich ist, oder für sie die Tabs nur Bahnhof sind. Nur weil wir in Deutschland ne Umweltzone für alte Karren haben, müssen wir nicht auch noch ne Schutzzone im Internet errichten
“Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten!”^^

22 | josef schrieb am 29.02.2008 um 18:59
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@Arne
So böse war es nicht gemeint.
Ich weiß ja auch, dass der IE murks ist, und meine damit durchaus alle Versionen. Aber dennoch wird mit der hier praktizierten Methode das Problem auf die falschen Rücken geladen, nämlich auf die Rücken der User, die einfach nicht so viel Ahnung von der Materie haben und froh sind, halbwegs im Internet klar zu kommen, und das sind nicht nur ältere Menschen.
Natürlich darf jeder selbst bestimmen, wen er an seine Inhalte lässt, aber es soll ja, so hab ich zumindest verstanden, etwas damit bezweckt werden.
Eine Kampagne, die diese Menschen an die Hand nimmt und einfach und verständlich die Vorteile anderer Browser deutlich macht, sollte für einen seriösen Webentwickler im Vordergrund stehen, dazu reicht natürlich nicht ein Laden-Sie-sich-doch-den-Firefox-runter-Fähnchen nicht aus. Vielleicht brütet mal jemand eine schöne Übersicht auf einer html-Seite aus mit Auflistung und Erklärung der Vorteile des Firefox z.B. , auf die dann jeder IE6-User hingewiesen wird.
So, als Beispiel

23 | Karsten schrieb am 29.02.2008 um 19:12
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Ich halte es grundsätzlich für richtig die Benutzer auf ihren veralteten Browser hinzuweisen. Allerdings glaube ich, dass es mehr bringt wenn es nachhaltig und in möglichst seriöser Form erfolgt. Mein Vorschlag wäre eine wiki-basierte Webseite, die umfangreich über die Vorteile eines Upgrades aufklärt. Ähnlich wie die Browser Upgrade Campaign des WaSP nur etwas langfristiger ausgelegt. In meinem Blog habe ich ein paar Ideen dazu zusammengeschrieben.

24 | Arne schrieb am 29.02.2008 um 19:20
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@Karsten und josef:
Ja, das klingt auf jeden Fall nach einem interessanten Weg, darüber habe ich auch schon nachgedacht. Ich erinner mich noch an diese “Too cool for IE”-Sache, aber das wirkte mir irgendwie schon wieder zu poppig und zu nerdig.

Ich finde wie gesagt die Infoleiste die Christian hier gemacht hat sehr gut, vom Ansatz her. Sie ist auffällig, sieht ansprechend und dennoch schlicht aus und ohne die Spiegelung würde sie denke ich auch dennoch wahrgenommen werden. Nur wie gesagt, da muss man sich irgendwie in einem Zusammenschluss nochmal “psychologisch wirksamere” Sätze zu ausdenken oder so, denn es wirkt derzeit wirklich wie simple Firefox-Werbung.

In diesem Sinne würde ich vorschlagen, mit diesem Ansatz (Wiki bzw. Infowebsite, Infoleiste etc.) weiter zu machen. Und Karsten, da schau ich doch glatt mal in Deinem Blog vorbei ;-)

25 | Karsten schrieb am 29.02.2008 um 19:55
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@Arne
Das mit der “Firefox-Werbung” trifft genau auf den Punkt. Der falsche Ansatz wäre meiner Meinung nach das zu sehr auf eine konkrete Empfehlung für einen bestimmten Browser auszulegen. Das wirkt zu sehr wie “Mit Linux wäre das nicht passiert!”. Wenn jemand den IE für den besten Browser hält, dann soll er ihn doch benutzen. Nur bitte in der aktuellsten Version.

26 | Peter schrieb am 29.02.2008 um 22:52
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@Peter Genau das ist doch der Punkt! Wir wollen doch nicht für eine bestimmte Browserversion optimieren, sondern einfach sauberes HTML und CSS schreiben. Die Spiegelung ist natürlich mit Abstand das drastischste Mittel, aber warum setzt du dich tagelang hin und optimierst deine private Seite für Fehler die andere Browser machen?

Weil das, wenn man anständige Seiten ins Netz stellen will, Teil des Jobs ist. Auch wenn es „nur“ die Privatblogs von ein paar Webnerds sind. Gerade die wären doch in der Lage, allen Lesern ein perfekte Layout hinzustellen. Stattdessen debattieren sie, wie sie ihren Usern möglichst effektiv das Surfen verderben können. Das will mir nicht in den Kopf. Was ist das für eine Einstellung zum eigenen Werk und zu den Menschen um einen herum?

Wenn man was gegen den Internet Exlorer unternehmen will, soll man das über Argumente erledigen. Und das ist nun wirklich keine Herkulesaufgabe, so gasig wie das Teil ist.

27 | Eric Eggert schrieb am 01.03.2008 um 17:58
28 | Nancy schrieb am 01.03.2008 um 18:54
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Hmmm, also ich find Deine Maßnahme inzwischen okay. So wurden wir auch hier zu Hause gezwungen “moderner” zu werden. Erst dachte ich allerdings an einen Fehler Deinerseits, und habs nicht weiter beachtet… und bin halt runter von der Seite.

PS: Vielleicht hab ich Glück, und Du liest das hier noch vor Montag. Bitte sag Henning, dass er Kristian, unseren Neuen, im Empfang nehmen soll. Am Freitag ist das bissel untergegangen. Thomas hat um 8 Uhr nen Termin und ich komme ja eh später. Danke!

29 | Christian schrieb am 01.03.2008 um 20:11
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@Nancy Cool, also bringt die Aktion scheinbar doch was :) Ich werde sie aber noch ein bisschen verfeinern um die Leute nicht zu einem Update zu “zwingen”.

Wegen Montag sag ich dem Hennig gerne bescheid, obwohl im das Freitag glaube ich schon jemand gesagt hat. Ich muss ja auch noch den neuen Rechner kurz ein bisschen säubern ;)

30 | Nancy schrieb am 01.03.2008 um 21:47
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Falls Svea wieder da ist, wird sie Kristian in Empfang nehmen.
Ich bin nicht sicher, ob ich es Montag überhaupt schaffe da zu sein, weil ich ohne Termin zum Arzt gehen werde. Das heisst ja meist Wartezeit.
Was willst du an dem Rechner machen? Oder is der noch total nackig?

Übrigens bin ich für die Einführung von Spitznamen für euch zwei ChrKristians ;-)

31 | Marc schrieb am 01.03.2008 um 23:47
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Ich kann solchen Aktionen nichts abgewinnen… Es bleibt schließlich jedem selbst überlassen, welchen Browser er verwendet, wenn jemand den Internet Explorer 6 verwenden möchte, soll er das in meinen Augen auch tun können. Vor allem, da solche Aktionen und das Ausperren vom IE6 auch nicht weniger Arbeit machen, als die Seite einfach im Internet Explorer anzupassen.
Genauso gut könnte auch im Firefox einen roten Rand oben anzeigen, der den User dazu auffordert, endlich zu einem guten Browser (=Opera 9) zu wechseln.
Die Browserwahl sollte jedem User selbst überlassen sein, es gibt Leute, für die der IE6 völlig ausreichend ist. Für meine Mutter beispielsweise wäre der Internet Explorer 7 oder der Firefox mit Tabbed Browsing usw. völlige Bloatware (vom Opera gar nicht erst zu sprechen).
Noch dazu muss man in vielen Internetcafés – zum Beispiel jedes Jahr im Sommer in meinem Urlaub in Frankreich ;) – den Internet Explorer 6 verwenden, egal ob man es möchte oder nicht.

32 | Christian schrieb am 02.03.2008 um 00:56
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Nö, versteh ich nicht. Warum sollte jemand bewusst den Internet Explorer 6 dem 7er vorziehen? Weils da Tabs gibt? Muss man doch nicht nutzen!

Also Ok, das Argument mit dem “Ich weiß nicht wie das geht” möge noch ziehen, obwohl ich mich immer frage wer den PC dann eingerichtet hat… irgendwen dürfte man da wohl fragen können…. und nein, dieser Effekt dauert nicht den Bruchteil der Zeit um die Seite zu optimieren. Mag sein das das bei einigen simplen Layouts der Fall ist, aber bei komplexeren Geschichten kann es schon mal vorkommen das man sich nochmal ein paar Stunden an das Bugfixing setzt.

Wie ist das denn bei eurer Banking-Software? Wird da auch noch die alte Version von vor 7 Jahren unterstützt? Nein? Uff, das geht ja mal gar nicht, da sperrt einen die eigene Bank aus… dabei war doch die alte Software sowas von toll, unsicher aber toll.

Was, das uralte auf PHP3 basierende Newsscript auf meiner Seite funktioniert nach der Umstellung auf PHP5 nicht mehr… und nu will mein Hoster das nicht mehr rückgängig machen wegen Sicherheitslücken oder sonem Quatsch? Na sowas…

Im IT-Sektor muss man nun mal von Zeit zu Zeit am Ball bleiben, man muss kein Geek sein der sich alle 5 Minuten neue Updates zieht, doch man sollte seinen Rechner, und wenn es nur alle 1-2 Jahre mal ist… auf den neusten Stand bringen bzw. bringen lassen.

Also ich sehe durchaus ein das der Flip-Effekt so wie er aktuell eingesetzt wird nen Zacken zu hart ist, aber ich sehe nicht ein das Leute bewusst auf einem maßlos veraltetem Browser weiter surfen sollten, nur weil sie keine Tabs mögen (die man mal ganz nebenbei auch einfach nicht nutzen muss wenn man sie nicht mag) oder sich die Form des Vor und Zurück-Buttons geändert hat.

Ich könnte meinen Eltern glaube ich jeden Browser installieren, die würden den Unterschied gar nicht merken… denn mehr als die URL-Eingabe, den Home-Button und die Vor-Zück-Tasten fassen die so oder so nicht an, und die Symbole erkennen sogar DAUs mittlerweile, ob nun im IE6, IE7 oder Opera.

Also nochmal: Ich verstehe das es eine dumme Aktion ist für Leute die keine andere Wahl haben… aber es gibt keinen vernünftigen Grund warum der Otto-Normal-User weiterhin mit dem IE6 surfen sollte wenn ihm ein kostenloses Update zur Verfügung steht, ja nun mittlerweile sogar für Leute mit einer illegalen Windowskopie.

Allerdings habt ihr recht das der Weg wohl eher in Richtung Aufklärung statt Aussperrung gehen sollte.

33 | Arne schrieb am 02.03.2008 um 04:06
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Vielleicht darf ich an dieser Stelle aber auch mal zweierlei einwerfen:

a) Der IE6 existiert nun schon länger als der Netscape Navigator damals existierte, und auf den Navigator braucht man höchstoffiziell keine Rücksicht mehr zu nehmen. Weshalb ich das erwähne darf jeder selbst entscheiden.

b) Dass die Leute nicht vom IE6 auf den IE7 updaten ist mir vor Allem DESHALB ein Dorn im Auge, weil selbst Microsoft den IE7 als “kritisches Sicherheitsupdate” ausliefert. Es sollten also quasi alle Menschen mit aktiviertem Windows Update schon lange haben. Da Updatepacks mittlerweile verboten sind surfen diejenigen ohne aktiviertes Windows Update also entweder unsicher (keine Updates) oder illegal (Windows Update aus, weil es oftmals an der WGA hapert). Man benachteiligt also entweder generell Update-Unwillige, die auch kritische Sicherheitsupdates einfach mal so auslassen oder Menschen die eine Raubkopie fahren.

34 | Nancy schrieb am 02.03.2008 um 11:44
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Wir werden jeden Tag manipuliert, ohne das wir es überhaupt bemerken oder es wollen. Und nun macht es einer mal ganz offensichtlich, und provoziert, und alle springen im Dreieck…
Nun seid bitte nicht päpstlicher als der Papst… der, der was ändern will, der tut es ohnehin (irgendwann). Andere muss man anschubsen…was doch nun wirklich kein Drama ist.Oder doch?
Ich dachte es ist schon schwer genug zu wissen, wer man selber ist. Nun wird man nur anhand seiner Browserauswahl in eine Schublade gesteckt…auch was feines!

35 | Arne schrieb am 04.03.2008 um 16:00
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Naja, so sehr ich auch viele Argumente hier verstehe, der IE6 fällt glaube ich nicht in die Sparte “Wahlbrowser”, sondern eher unter “der IE6-User weiss es nicht besser”. Mal abgesehen davon, dass es wirklich Menschen gibt, die dem Tabbed Browsing nichts abgewinnen können: Welche Vorzüge hat der IE6 denn gegenüber irgendeinem anderen Browser? Da gibt es weder Komfort, noch Features, noch Aussehen oder sonst etwas, das einen dazu bewegen könnte, den IE6 gezielt zu bevorzugen, sofern man Kenntnis von anderen Browsern und die Möglichkeit hat, sie einzusetzen.

Das ist an der Stelle denke ich in keinem Falle eine Glaubensfrage, sondern allenfalls eine Frage der sinnvollen Realisierbarkeit, siehe “IE6 vorinstalliert und wird nicht geändert”.

36 | Karsten schrieb am 04.03.2008 um 17:30
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Die Frage warum jemand den IE6 benutzt ist eine Frage die mich auch brennend interessiert. Da ich den Eindruck habe, dass die hier und an anderer Stelle genannten Antworten im wesentlichen auf Einschätzungen beruhen, werde ich glaube ich mal eine kleine Umfrage unter IE6-Nutzern machen.

37 | Ralph schrieb am 04.03.2008 um 22:41
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Grundsätzlich finde ich den Gedanken sehr gut, Dinge unseres Alltages zu hinterfragen. Aber durch Zwang ändern wir nichts grundsätzliches, nur durch selbst gemachte Gedanken werden wir langfristig etwas in den Köpfen ändern. Denn nur dadurch wird dem Einzelnen der Zusammenhang bewusst und ist auch gegen zukünftige negative Einflüsse besser gewappnet.

Ich bin auch der Meinung, Aufklärung hilft hier wesentlich mehr und dafür ist diese Aktion ein erster Schritt, dem weitere folgen sollten.

Ralph

38 | nick schrieb am 06.03.2008 um 18:33
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Hallo,

ich bin selbst Tag für Tag mit Templates für Blog und Cmsysteme beschäftigt.
Ich stimme zu das der ie 6 simple layouts übersetzen kann aber sobald man komplexe und total verschachtelte layouts erstellt kackt der ab.

ich persönlich muss für kunden soweit wie möglich cross browser kompatibilität bieten.
aber wenn ich an privaten sachen sitzen könnte ich nur heulen.
ich frage mich auch bis heute warum keiner gegen das verbrechen ie6 vorgeht?
ich bin der meinung das es eine drastische aber auch gute lösung ist.

39 | GE schrieb am 07.03.2008 um 11:36
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@ Arne Kommentar 12

Was heisst hier zu spät? 4:00 Uhr morgens, das wäre mir eindeutig zu früh ;-)

Zur Sache: Das ganze erinnert mich stark an Don Quichotte und seinen sprichwörtlichen Kampf gegen die Windmühlen.

Der IE6 ist da, und wir müssen damit leben.

Bin ja grundsätzlich für jeden Scherz zu haben, aber dieser geht ins Leere. Wenn jemand einen Blog zum Thema Webdesign betreibt, wird der Anteil der IE6-Besucher eh klein sein, und wenn einer mit einem IE6 daherkommt, versteht der gar nicht, was da passiert, und weg isser.

Bei Kundenseiten verbietet sich sowas von selbst, und die eigentliche Zielgruppe unserer Kundenseiten sind ja nicht unsere Kunden, sondern die Kunden unserer Kunden. Beide Gruppen werden für sowas kein Verständnis haben.

Also ein klares NEIN.

40 | Oliver schrieb am 10.03.2008 um 03:46
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Hallo, ich bin Handwerksmeister und vertrete die Auffassung dass sich die ganze Open Source Gemeinde selber aussperrt.
Die Leute welche in der Lage sind viel Geld für IT Dienstleistungen oder Software auszugeben und dieses auch machen, werden wohl kaum ein weitverbreitetes und vor allem kompatibles System mit Support und Haftung gegen eine inkompatible Komponentenlösung tauschen.
Die Marktanteile sprechen für sich und die Buglisten auch.
Die Frage warum jemand den IE6 benutzt beantwortet sich eigentlich genauso wie die Frage ob Vista eine Alternative zu XP, 2000 oder NT ist (wenn man damit arbeitet).

Nichts für ungut ! ich werde Deinen Spiegel Hack in jedem Fall für die Seiten benutzen wo ich selber zu blöd bin das Layout universell zu gestalten.

Oliver

41 | Aleks schrieb am 26.06.2008 um 12:36
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Lustiges Script für private Seiten :)

42 | digitalfreak schrieb am 10.09.2008 um 09:48
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@Peter
Der Spruch: “HTML-Taliban” den finde ich erstmal extrem geil!!!

Und klar ist sowas nicht unbedingt die tollste Lösung. Vielleicht sollte man es doch eher so angehen, dass man nicht den Nutzer komplett aussperrt sondern eher einen penetranten Hinweis zeigt und die optische Anpassung ein wenig ins negative korrigiert.

Ganz nach dem Motto: Wer’s schön haben will muss Updaten wer nicht naja….

Grüße von einem HTML Taliban :D

43 | Patrick schrieb am 24.09.2008 um 23:37
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Ich habe mir mit einem befreundeten Entwickler Gedanken zum Thema IE Boykott gemacht. Daraus entstand www.ie-boykott.de, eine Seite die versucht Boykoteure unter einen Hut zu bekommen und gleichzeitig auch den DAU aufklärt, weshalb der IE so sch*** ist.

Die Seiten werden ohne Optimierungen ala * html #id ausgeliefert und ein Hinweis angezeigt, dass es beim IE zu Fehldarstellungen kommen kann.

44 | Ran schrieb am 11.11.2008 um 19:15
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kein der Browser bietet eine optimale Suchlösung an, daher auch andauerne Diskussionen und Vergleiche: Verlockt FF mit Add-ons, hängt sich zu oft auf, Chrome ja, aber Datenschutz …

45 | Smartie schrieb am 24.03.2009 um 04:10
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habt ihr Netzterroristen mal darüber nachgedacht, dass der IE6 noch bis ins Jahr ** 2014 ** seitens Microsoft mit Updates versorgt wird, da nämlich selbst in neu produzierten XP-CDs die das SP3 schon beinhalten auch “nur” der IE6 installiert wird ( allerdings in gebugfixter und gepatchter 2008 Version ) ?

Die Popularität von XP ist unbestritten. Vista zählt nur auf OEM-Verkäufen, wobei mir immer wieder Hilfesuchende unterkommen, die mich bitten, Ihnen ein XP auf ihre neuen Rechner zu packen. Ich bezweifle dass Windows 7 die grosse Wende bringt, daher muss einfach noch lange lange mit einem XP im Alltag gerechnet werden, und damit aber auch zwangsläufig mit dem IE6, da dieser nativ eingebaut und verflochten ist. Der 7er wird oft als zu träge und zu specherfressend empfunden.Auch die Vista’sche Menüanordnung und diese widerliche Adressleiste findet selten Anklang auf einem XP. Alle IEs über dem 6er machen schon optisch den Eindruck, als ob sie nicht in das XP System “hineingehören”, sondern aus Vista transplantiert wurden.

Der 6er verichtet auf uralten XP Rechnern aus dem letzten Jahrhundert noch fix seine Renderingkünste auch unter 128 MB Ram ( offizielle Angabe MS. Selbst mit SP3 .. )

Wehe auf so einem guten alten PC wird der 7er oder gar der 8er installiert, dann kriecht das OS. Auch das ist ein Grund, die native Version im Alltag vorzuziehen.

Das Totschlagsargument “tabbed browsing” zieht nicht. Sowohl die aktuelle YAhoo-Toolbar wie auch die Windows Live Toolbar 2008 zaubern dem IE6 diese Fähigkeiten in die GUI ( interessanterweise wird er danach im Falle der WLTB als IE7 von Microsoft erkannt.. )

Fazit :
Es soll doch den Webmachern schnurzenpiepegal sein, was der vorbeisurfende User benutzt – das hochstilisierte Sicherheitsrisiko trägt doch derjenige lokal und nicht der Herr Webmaster.. Die Herrschaften, die so “antiquiert” unterwegs sind, haben schon ihre Gründe. Es gibt auch Leute, denen “Firefox” usw schlichtweg suspekt sind, eben weil da Hinz und Kunz drinrumfummeln kann.

Zudem : man erkläre mal jemandem, der sich SP3 ( 2008 ) installiert, warum sein IE nun direkt nach der Installation “alt” sei.
Im Übrigen sei daraufhingewiesen, dass der aktuelle IE6 im SP3 nicht großartig unsicherer als der 7er ist. Der “Phishingfilter” ist Kosmetik, die das Gewissen beruhigt- Die Lücke im System ist jeweils immer der XP-User der als Administrator umhersurft. Der Systemuser “Benutzer” hat keine Schreibrechte im Systemverzeichnis. Auch nicht mit einem gestarteten IE6.

ZU guter Letzt sei daran erinnert, dass es neben XP noch ein System gibt, auf dem gar nichts höheres als IE6SP1 läuft : WIndows 2000, bis auf weiteres auch noch voll supported und mit Updates versorgt.

Solche Bestrebungen,die hier diskutiert werden, zeugen davon, dass nicht ausreichend über den Tellerrand hinausgesehen wird.Ich halte sowas gar für assozial, wenn man seine Seiten für bestimmte Nutzergruppen BEWUSST unzugänglich macht.

Was tut denn bspw. ein Mensch, der von Hartz IV etc lebt ? Die müssen notgedrungen mit Uraltrechnern unterwegs sein, wo der IE6 aufgrund seines gezügelten Speicherbedrfes der einzig brauchbare ist ( siehe Anmerkungen im Text ). Bei solchen Nutzern muss man schon Respekt zollen, wenn wenigstens XP benutzt wird; oft genug kommt da noch 98 oder ME zum Einsatz ( die auch jeweils mit dem 6er am Ende des machbaren sind ) .

Bitte mal nachdenken, liebe Designer.

46 | suit schrieb am 14.04.2009 um 19:03
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@Smartie

Ich kann mir dir nur anschließen – jeder Webentwickler der im Geschäftsumfeld Webseiten erstellt, sollte tunlichst keine Benutzer vergraueln. Wenn ein Kunde einen 5-stelligen Betrag für seine Webseite ausgibt, hat er das Recht, eine Webseite zu bekommen, die auch im IE6 ordentlich dargestellt wird.

Weiter oben schreibt der Blog-Owner, dass man für den IE6 Tagelang optimieren muss – das ist absoluter Blödsinn. Jeder mit halbwegs Ahnung kann das problemlos binnen weniger Minuten/Stunden erledigen. Eine Seite für den IE6 muss nicht zwangsläufig exakt identisch sein und mit allen Features aufwarten – nur ordentlich muss Sie aussehen.

47 | jonny schrieb am 16.06.2009 um 13:03
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Leute, Leute…

Es geht doch nicht darum, irgendwelche Usergruppen auszusperren. Ich kann die Aufregung über diese durchaus berechtigte Maßnahme leider nicht verstehen. In allen anderen Bereichen ist es normal, dass Produkte von seiten der Entwickler nicht endlos unterstützt werden. Natürlich gibt es alte Rechner, auf denen nur der IE6 läuft. Dazu kann ich nur sagen: Pech gehabt. Dann ist die eine oder andere Seite eben nicht kompatibel. Was ist schon dabei? Als Softwareentwickler schreibt man ja auch Software, für die dotNet-Frameworks oder eine bestimmte Windows-Version vorausgesetzt werden. Und wenn diese Voraussetzung nicht erfüllt wird, läuft das Programm eben nicht. So einfach ist das. Es geht hier doch sowas von gar nicht um Diskriminierung. Wer wird dabei überhaupt diskriminiert? Der Browser?

Achja, einen Link kann ich noch empfehlen ;)
http://saveie6.com/

48 | Tim schrieb am 06.12.2009 um 13:59
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.ie6 body { font-family: Webdings, ; } /* (-; */

49 | Joachim schrieb am 14.06.2010 um 10:55
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Ihr seid Affen!
Seid ihr nicht in der Lage, eine (auch) für den IE6 kompatible HTML-Seite zu erstellen?
Oder zahlt Bill Gates euch für den IE6 Boykott?

Ich soll also mindestens IE7 benutzen?
Ihr meint, ich bin zu FAUL, von IE6 auf IE7 aufzurüsten?
Kein Problem!
Sagt mir, wie ich den unter Windows 2000 an´s Laufen kriege, dann installiere ich ihn mir!
Was?
Geht nicht?
Ich soll mir XP kaufen?
Schon mal probiert XP auf einem 500MHz PIII mit 512MB Speicher zu benutzen?
Ach?
Warum ich mir kein neues Notebook kaufe?
WEIL MIR DER SCHEIß IE7 KEINE 1200 EURO WERT IST!!!

Firefox ist quälend langsam!
Opera kotzt mich an, weil er alle Seiten nur in diesen dämlichen Tabs aufmacht.
Um das zu verhindern und wie gewohnt alle offenen Seiten übersichtlich unten in der Leiste zu haben, muß man umständlich über Rechtsklick öffnen!

Mann, Mann, Mann – Bin ich froh, daß ich eure Seiten nicht besuchen MUß!
Ich surfe mit meinem IE6, wohin ich will!
Ich toleriere eure Sturheit nicht, da ihr auch nicht meine Notlage hinnehmen wollt!

Und übrigens: Es ist KEIN PROBLEM IE6 kompatible Seiten zu erstellen.
Ich mache das täglich beruflich!

Joachim

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