So, heute mal wieder ein kleiner Off-Topic Beitrag, man darf ja auch nicht nur an HTML, CSS und Co. denken, oder?
Wie ich vor kurzem ja verkündet habe, trägt man neustes Hobby ja den Namen Geocaching. Vor fast genau einem Monat hob ich nun meinen ersten Cache, und in der Zwischenzeit sind es zusammen immerhin 12 Dosen und Boxen geworden die ich zusammen mit Dani entdeckt habe.
Nun fragt ihr euch sicherlich, was ich als Geocaching-Neuling anderen Erzählen könnte die sich auch noch ganz frisch mit dem Thema befassen, oder noch am überlegen sind ob das denn etwas für sie ist?
Ich denke es gibt einfach grundlegende Dinge, die man schon während der ersten Caches schnell merkt bzw. falsch macht, daher hier einfach mal eine Art FAQ für Neulinge wie mich:
Warum sollte ich überhaupt Geocachen
Bist du ein Web-Nerd der gerne auch mal 16 Stunden am Tag vorm PC hockt, das Tageslicht nur von Flickr-Bildern seiner Web 2.0-Freunde kennt und dessen Bewegungsdrang dem einer Schnecke gleicht? Dann ist Geocaching genau das richtige für dich! Man kommt mal an die frische Luft, lernt neue Ecken kennen und bleibt dennoch seinem Genre treu: dem Internet und technischem Spielzeug. Zudem hat das den wahnsinnigen Vorteil das euch eure Mutter/Freundin nicht mehr mit Sätzen wie “Komm doch mal mit an die frische Luft” nervt.
Mhm? Du bist auch so schon oft draußen unterwegs und gibst deinem Körper seine tägliche Dosis Bewegung? Na umso besser, dann kommt nun noch ein gewisser Funfaktor hinzu. Einfach mal ab und zu während der Outdoor-Aktivitäten aufs Navi schauen und nach dreckigen Tupperdosen im Morast deines Vertrauens suchen. Klingt nicht Spaßig? Probierts es, es ist Spaßig.
Ich habe gar kein Navi/GPS und will erstmal kein Geld ausgeben
Ja, selbst das ist kein Problem. Am Anfang empfiehlt es sich erstmal einfache Caches in eurer Umgebung abzugrasen. Wie man diese findet? Ganz einfach, geht auf die Geocaching.com Googlemap und schaut euch eure Umgebung von oben an. Habt ihr nun einen Cache in eurer Nähe gefunden, an dessen Standort ihr euch halbwegs auskennt, so zoomt ihr einfach ganz nah an das Objekt der Begierde heran. Meist reicht dieser Punkt dann sogar schon aus um sich auf die Suche zu machen, denn viel genauer als Googlemaps arbeitet ein handelsübliches GPS auch nicht.
Orientiert euch dazu am besten an Bäumen, Laternen oder Häusern in der Umgebung. Für spätere “harte Brocken”, wie z.b. Caches die über mehrere Stationen gehen (Multicaches) kommt man natürlich nicht mehr um ein GPS, oder zumindest ein Notebook mit Kartensoftware herum, aber zum Ausprobieren langt auch mal die Nutzung von Onlinediensten. Wollt ihr auf Nummer sicher gehen packt ihr euch einfach einen Ausdruck der Karte sowie der Cachebeschreibung ein. Eine genaue Beschreibung wie sowas geht findet sich im Geocaching-Blog.
Ich habs ausprobiert, aber hab gleich den ersten Cache nicht gefunden…
Kein Grund zum Aufgeben! Vielleicht war der Cache einfach ein bisschen zu schwer für den Anfang, achte darauf dir am Anfang möglichst 1/1er Caches zu holen, also die sowohl in leichtem Territorium versteckt wurden, als auch nicht schwer zu finden sein sollten.
Als nächstes sei gesagt, das man zum Geocachen ab und zu etwas Geduld braucht. Nicht jeden Cache (wenn auch die meisten) findet man innerhalb von 5 Minuten. Manch ein Cacher stapft mitten in der Nacht 2 Stunden durchs Gestrüpp, nur um die Dose der Macht an sich zu reißen. Verrückt oder? Aber je langer man sucht, desto mehr freut man sich bei einem Fund, ich kanns bezeugen.
Selbst wenn ihr einen Cache nicht gefunden haben solltet und nach 2 Stunden genervt nach Haus fahrt und im Onlinelog des Caches eurer Meinung Luft macht: Die meisten kommen wieder, spätestens dann wenn 2 Tage nach euch jemand ins Log schreibt “War da und hab das gute Stück nach 5 Minuten ohne Probleme gefunden”, das weckt den Tiger in dir ;)
Allein macht das keinen Spaß, ich brauch Gruppendynamik!
Stimmt! Aus diesem Grund versuche ich aktuell auch jeden um mich herum mit diesem Fieber anzufixen. Bei meiner Schwester hats bereits geklappt, und nun gibts sogar schon einen kleinen “Wer hat mehr” Wettstreit. Das gegenseitige Anstacheln lässt einen schnell zu Höchstformen auflaufen, und sorgt dafür das man einen Sonntag Nachmittag auf seinen Beinen statt auf dem Stuhl verbringt.
Natürlich kann man sich auch mit anderen Leuten aus der Community in seiner Stadt treffen, das hat dann sogar noch den Vorteil das einem die alten Hasen noch ein bisschen was beibringen können… allerdings ist der sportliche Faktor natürlich gleich 0 wenn man mit Menschen um die Häuser zieht die bereits den dreistelligen Bereich von Funden weit hinter sich gelassen haben.
Nur finden oder auch selber verstecken?
Ich für meinen Teil habe direkt nach meinem drittem Fund auch einen eigenen Cache eröffnet der den Namen Trixies Heimat trägt. Das aussuchen von geeigneten Plätzen, dem perfektem Versteck und eventuell der gewissen Herausforderung ist finde ich eine feine Sache, zudem bekommt man schnell Feedback wie der Cache denn so bei den meist erfahrenen Cachern so ankommt.
Größe und Lage spielen dabei oft die größte Rolle. Habt ihr eine halb kaputte Plastiktüte einfach im Hinterhof eures Hauses beim Müll rausbringen fallen gelassen und noch einen Schnipsel Papier als Logbuch reingepackt? Mhm, ist vielleicht nicht so der Traum eines jeden Cachers.
Oder habt ihr vielleicht eine 3L große Tupperbox mit vielen tollen “Tauschgegenständen”: bestückt und an einem Ort der vielleicht von geschichtlicher Bedeutung ist, eine tolle Aussicht zu bieten hat oder einfach als Geheimtipp gehandelt wird versteckt? Dann könnt ihr wahrscheinlich gutes Lob für eure Bemühungen einkassieren.
Dabei solltet ihr beachten das die Koordinaten des Verstecks möglichst genau sind (vorher am besten wieder mit Googlemaps abgleichen), und das versteck nicht zu offensichtlich ist, aber jetzt auch nicht soooo gut ist das man zum auffinden eine Röntgenbrille und einen Bagger benötigt.
Sollte ich den Cache am Uni Campus während der Mittagspause suchen?
Es gibt da sowas das nennt sich Muggle! Muggles sind alles die Leute die nichts von Geocaching wissen und daher dem Cache oft mehr schaden als nützen. Ob das jetzt kleine Kinder sind die aus Spaß den Cache mitnehmen und kaputt machen oder alte Omas die euch aus dem Fenster beobachten und euch für eine chinesische Schmugglerbande halten ist dabei egal, nur das ihr bei letzterem wahrscheinlich in Kontakt mit grünen Wesen kommen werdet.
Die oberste Regel ist die Sicherheit des Caches zu bewahren. Nicht selten passiert es das man (gerade in Städten) immer unter Beobachtung von Passanten steht, da hilft dann nur abwarten oder ablenken (2 schauen in die Luft, der dritte holt den Cache).
“Finals”, “Multicaches”, “Tradis”? Kommt ihr von einem anderem Planeten?
Ich hoffe nicht, aber wie für jedes Hobby gibt es auch beim Geocaching Abkürzungen und Begriffe die erst mit der Zeit bei einem ankommen.
Abhilfe kann da jedoch das CacheWiki schaffen. Hier gibt es gerade für Anfänger zum Beispiel Beschreibungen von Abkürzungen oder auch Begriffen.
Einfach das Wiki ein wenig durchstöbern und man sollte schon für den Anfang gewappnet sein.
Also dann… alles kann, nichts muss :)
Kommentare zum Thema Tipps zum Start von Geocaching:
@Jakob Ein Cache bleibt möglichst solange erhalten wie sein Owner, also der Cacheleger sich um ihn kümmert, der erste Cache Deutschlands z.B. wurde im Jahr 2000 gelegt und existiert heute noch, hat aber im laufe der Zeit (ich glaube 2005) auch den Owner gewechselt. Der Owner muss halt den Cache pflegen, neue Dose besorgen falls der Cache ein leck hat… in Städten passiert es eher selten das ein Cache über 3 Jahre existiert, in ländlichen Gegenden hingegen viel länger.
Meistens liegts halt auch an den Muggles, viele Owner haben irgendwann keinen Bock mehr wenn ein Cache 2x kaputt gemacht wurde.
Was die Cachegrößen angeht… Beispielfotos gibts glaube ich nicht, aber Groundspeak hat da gewisse “Richtlinien” was jetzt Micro, Small, Regular oder Large wäre.
Kopie von http://www.geocaching.com/about/guidelines.aspx#sizes:
- Micro (35 mm film canister or smaller – less than approximately 3 ounces or .1 litres — typically containing only a logbook)
- Small (Sandwich-sized Tupperware-style container or similar — less than approximately 1 quart or litre — holds trade items as well as a logbook)
- Regular (Tupperware-style container or ammo can)
- Large (5 gallon/20 litre bucket or larger)
Danach kann man sich eigentlich gut richten…
@Michel: Die Sucht sich an die frische Luft zu begeben kann ja nicht schädlich sein ;) Obwohl ich am Sonntag z.b. in 4m höhe an einem altem Eisenbahnsignal auf einer verlassenen Gleisstrecke hing, und als einzige Klettermöglichkeit glitschige Eisenstäbe hatte… aber Spaß hats trotzdem gemacht ;)
Man muss es ja auch nicht übertreiben, meist langt es ja an den Orten zu suchen an denen man sich eh aufhält.
Ha, also der erste Cache hat mır rıchtıg Spass gemacht, auch wenn ıch ıhn nıcht gefunden habe…
Und deıne Worte mıt der Technık, der frıschen Luft, den Eltern und so passen voll und ganz :) :P
Naja, wır haben schon ca. 45 Mınuten gesucht, aber zweı haben ın mıttlerweıle wıeder gefunden und dıe Karte auf Google Maps ıst jetzt auch ı-wıe neuer, also probıeren wırs bald nochmal :)
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Dein letzter Artikel hat mich schon sehr interessant, dieser hat mir das ganze jetzt etwas näher gebracht und ich finde Geocaching sehr interessant…
Kurze Frage: Wie lange bleibt eig. so ‘n Cache vorhanden? Wird der dann irgendwann weggeräumt? Und: Gibt es irgendwo auch Beispielfotos von den verschiedenen Größen der Caches? Danke…