Man(n) hat es wirklich nicht einfach. Seit knapp einem Jahr hadere ich nun schon mit mir, was denn nach meinem jetzigen Mittelmaß-PC Anno 2006 Einzug in mein Arbeitszimmer halten sollte.
Eigentlich stand mein Entschluss ja schon fest: Bei der nächsten iMac-Neuauflage wollte ich zuschlagen! Doch nun plagen mich doch wieder Zweifel. Nicht das mich ein iMac nicht reizen würde, ich frage mich viel eher ob er wirklich dem entspricht wie ich mir meinen Workflow vorstelle? Das beschränkt sich nicht auf den iMac, sondern eben dessen Betriebssystem OSX.
Ich glaube OSX ist ein tolles OS, doch passt es auf meine Vorstellung von einem Betriebssystem? Ich bin mit Windows aufgewachsen. Mein erster PC kam mit Windows 95 daher, und nun bin ich auf Windows XP hängengeblieben. Experimente in das Linux-Lager schlugen immer wieder fehl, ich bin und werde wohl einfach nie ein Console-Junkie, und auch wenn Ubuntu eine schöne GUI bietet, irgendwann kommt man doch immer in ein Konfigurations-Wirwar. Ubuntu habe ich gefühlte 80x installiert, und erwischte mich dabei am Ende doch immer wieder in irgendwelchen Geek-Foren wie ich gerade wieder die wildesten Befehle irgendwie kombinieren musste weil zu einem Programm mal wieder keine ordentliche GUI vorhanden war.
OSX hat auch definitiv seine Vorzüge, doch decken sich diese mit was ich brauche? Von vielen habe ich gehört das OSX ein System für Leute ist die nicht erst viel konfigurieren wollen, sondern sich einfach wünschen das es funktioniert.
Ich will mal ehrlich sein: Wirklich stören tut mich an Windows nicht viel. Gut, nach einer gewissen Zeit lahmt das System, und spätestens nach 2-3 Jahren muss (ich zumindest) man das System neu aufsetzen. Manch ein Treiber kommt auch gerne mit 500MB an Software daher und bevölkert gleich einmal die halbe Festplatte… doch ansonsten finde ich nicht viel was mich vom produktiven Arbeiten abhält. Instabil war und ist Windows schon lange nicht mehr, da nehmen sich beide Systeme wohl kaum noch etwas.
Ich verstehe allerdings auch viele die auf Windows schimpfen. Ein falsch konfiguriertes Windows ist ein absolut ungenießbares Betriebssystem. Einmal ein tolles Softwarepaket von einer ominösen PC-Zeitschrift installiert und man kann seine Kiste direkt in die Hölle schicken. Ich kann jedoch zurecht behaupten das ich mittlerweile ein Auge dafür entwickelt habe was auf mein System gehört und was nicht.
Nun, wie war das gleich mit der Konfiguration. Rein subjektiv wahrgenommen kann und muss ich unter Windows mehr einstellen als ich es vielleicht unter OSX muss, doch hier liegt wie ich finde der Schlüssel meines Problems: Ich finde Konfiguration um ehrlich zu sein nicht schlimm. Ich habe gerne viele Optionen und richte mir meinen Workflow zu 100% so ein wie ich ihn für gut befinde. Für mich ist nichts schlimmer als wenn mir ein Programmierer seine Vorstellung von “Gut” vorgibt und ich keinen Einspruch einlegen kann. Ich finde es irgendwie auch überhaupt nicht schlimm mein System alle paar Jahre mal frisch aufzuziehen. Programme kommen und gehen, alte Programme werden durch neue ersetzt, neue Programme kommen hinzu, alte werden einfach gar nicht mehr benötigt, Programm A kann nun all das was Programm A, B und C jeweils einzeln konnten… eine Neuauflage des Betriebssystems sorgt somit zugleich dafür das ich mein System zu 100% auf den aktuellen Workflow hin ausrichte. Dabei verbringe ich auch gerne 1-2 Tage damit die installierte Software bis ins letzte Detail auf meine Bedürfnisse hin einzurichten. Allerdings muss ich dazu sagen das ich extrem darauf achte was mein System braucht und was nicht. Habe ich die Auswahl installiere ich zudem lieber ein Programm das alles kann, als 20 kleine Programme.
Es muss bei mir auch nicht immer die aktuellste Version einer Software sein. Nehmen wir z.B. die Nero Burning Suite. Bis Version 6 war sie genau das was ich von einem Brennprogramm erwartete. Alles was nach Version 6 kam war für mich Schrott, und so blieb ich bis Heute bei Version 6, denn die kann immernoch alles was ich brauche, und belastet mein System dabei fast 0.
Ich bin also irgendwie doch ein Mensch der gerne im Detail rum frickelt, und vor allem jemand der gerne die größt mögliche Auswahl an passender Software parat hat. Zu allem Übel will ich auch noch ab und an ein Spiel spielen. Nicht täglich, doch mal 1-2 Stunden am Wochenende können es schon sein, und dann auch eher Spiele aktuellerem Datums.
Ich frage mich daher, ob ich den Komfort den mir Mac OSX bieten könnte wirklich dankend annehmen würde, oder ich nicht vielleicht doch lieber meine aktuelle Arbeitsumgebung einfach beibehalte, nur eben auf der nächsten Hardware-Generation? Aktuell habe ich schon das Gefühl das ich sehr flexibel, schnell und unkompliziert an die Informationen und Programme auf meinem System komme die ich brauche.
Klar, so ein iMac bringt mir auch ein Plus an Design und Kompaktheit am Arbeitsplatz, doch das sind Punkte die mir schlichtweg egal sind. Ob mein Monitor jetzt runde Ecken hat, oder vergilbt ist und aussieht wie ein Kassenmonitor aus den 90ern ist mir wirklich egal, und auch das (wirklich schöne) OSX-Design wüsste ich wohl einfach nicht zu würdigen. Wobei der Kassenmonitor wahrscheinlich sogar schon 1000x individuellerer Stil wäre ;)
Und so frage ich mich ob es mir die fast 2000€ wert sein sollten, oder ob ich mir nicht doch einen ähnlich leistungsstarken PC für die Hälfte selber konfiguriere. Nichts wäre schlimmer für mich als nach ein paar Wochen zu merken das mir Windows doch vollkommen ausgereicht hat.
Ich weiß auch nicht ob ich nicht vielleicht einfach aus Gruppenzwang bisher zum iMac tendierte…
Nun noch die Bitte diesen Artikel nicht für Troll-Antworten zu missbrauchen, die wwerden von mir höchstpersönlich wieder gelöscht. Ansonsten bitte ich die Mac’er-Ecke mal ganz objektiv zu einer Meinung darüber, ob OSX meinen obigen Anforderungen denn wirklich eher entgegen kommt als es Windows aktuell tut.
Update #1
Neben den vielen wirklich hilfreichen Kommentaren haben sich Stefan und Arne in ihren eigenen Blogs nochmal ausführlich zu diesem Thema ausgelassen.
Besonderen Dank an Arne, denn der hat sich wirklich die Finger blutig getippt! Zudem ist sein Umstieg noch recht frisch… was auch irgendwie dazu führt das er das ganze denke ich (noch) sehr realistisch betrachtet :)
Kommentare zum Thema iMac oder doch ne neue Dose?:
Die Sache ist nur das ich genau das am Anfang von den Mac’ianern nach dem Umstieg auch höre… “Wo ist denn bitte diese Eingabemaske”… “Ahh, da, na da muss man aber auch erstmal drauf kommen”. Da stellt sich halt die Frage ob das einfach Gewohnheit ist… also das du dich einfach an OSX angepasst hast und du deshalb nicht mehr eben mal umschwenken kannst, so wie dir damals der Umstieg evtl. auch erstmal etwas schwer gefallen ist?
Hab meine Gedanken mal an anderer Stelle zusammengefasst. Hätte hier wohl den Rahmen gesprengt. ;-)
Bevor die Apple-Fanboys reingestürmt kommen: Bau Dir eine neue Dose zusammen.
Es geht mir wie Dir, ich bin mit Windows groß geworden und hab irgendwas richtig oder anders gemacht, denn mein Windows läuft stabil, XP ist grundsolide und ich bin zufrieden. Da ich 2005 alles eine Nummer größer plante, ist die Kiste immer noch gut im Rennen, für Windows gibt es dass mit Abstand größte Aufkommen an Software für jede Gelegenheit und ein Aspekt wäre sicher auch, wieviel Geld Du schon in Software gesteckt hast, die u.U. neu erworben werden muß: Photoshop & Co., Office, whatever.
Außer eines etwas glänzenderen GUI und einiger Tools die es so nur auf dem Mac gibt, sehe ich keinen Grund wesentlich mehr Geld zu investieren. Geb das Gesparte für andere Dinge aus oder stecks in den Sparstrumpf, mit Banken ist das zur Zeit ja so ne Sache. ;-)
Mac, wie du denkst.
Ich bin auch mit Windows 95/98/Me/XP „aufgewachsen“ und wirklich umdenken musste ich vielleicht die ersten 3 Tage. Ab dann lief alles wie geschmiert. In den ersten vier Wochen fallem einem dann auch noch weitere Besonderheiten auf und ich habe gemerkt, dass es für mich das perfekte System ist.
Das Argument mit dem Preis ist natürlich ein zweischneidiges, natürlich ist es billiger als ein iMac sich einen Tower und ein Monitor hinzustellen. Aber das All-in-one-System der iMacs ist eben auch ein wenig aufwändiger zu produzieren, von den hochwertigen Materialien – Aluminium, Glas – einmal ganz abgesehen. Ein Vergleich ist daher eigentlich nicht möglich.
Die Argumentation mit der Software ist eine alte und mindestens 2 Jahre überholt. Adobe tauscht Lizenzen kostenlos um und das Office für Mac (iWork) kostet 79€, wenn man nicht gerade mit sehr, sehr komplizierten Excel-Makros zu tun hat ist man damit richtig, richtig gut bedient und muss nicht die „offizielle“ Microsoftversion kaufen. Wenn man eh OpenOffice benutzt: Das gibt es auch für den Mac :) genauso wie viele andere kostenlose Programme. Dazu gibt es eine sehr große Shareware-Gemeinde, die wirklich gute, wertige Produkte herstellen.
Bleib bei Windows, Du bist einfach der Windows-Typ. Du hast das Unnormale als normal kennen gelernt, daher wird für Dich das Normale stets unnormal sein. ;)
@Eric: Die Software-Argumentation ist nur überholt, wenn man nur über ein einziges isoliertes System redet, das einfach ersetzt wird. In meinem Fall kaufe ich aber etwa alle 2,5 bis 3 Jahre ein neues System und behalte das vorhergehende als Backup, um im Fall eines (bisher zum Glück nicht vorgekommenen) Totalausfalls des Produktivsystems weiterarbeiten zu können. Die Lizenzen auf dem alten System müssen dann nur wieder aktiviert werden, soweit nötig, und weiter geht es. Ich glaube nicht, dass ich das ohne Probleme machen kann, wenn ich erst einmal die Lizenzen getauscht habe, zumindest nicht bei Adobe. Was die Office-Pakete und andere Programme und Tools angeht, gebe ich dir natürlich recht, da habe auch andere Mütter schöne Töchter.
Ich kann Eric nur beipflichten.
Mein Tipp, bevor auch hier die elendige Mac-/PC-Diskussion beginnt, setz dich einfach drei Tage an einem Mac (kannst gern bei mir vorbeikommen).
Ich bin auch mit Windows aufgewachsen und habe es geliebt, alles einzustellen. Als ich dann in der Werbeagentur mit OS-X arbeitete, merkte ich nach drei Tagen Umgewöhnung, dass auf einmal alles wesentlich einfacher, effektiver ist. Und: Es hat viel mehr Spaß gemacht. Ich wage zu behaupten, dass das allen Leuten in meinem Umfeld so gegangen ist, die von der Dose zu OS-X migriert sind.
Das muss bei dir natürlich nicht der Fall sein, jeder Mensch hat andere Bedürfnisse. Du kannst bei OS-X viel einstellen, musst es aber nicht. So erkläre ich mir den Unterschied. Auf dem Mac wirst du als Webler sowieso die echte Kommandozeile lieben, glaube mir.
Also, lausche nicht so viel den subjektiven Kommentaren (auch meiner ist natürlich subjektiv), sondern setz dich ran. Aber ein Tag reicht da nicht, das hat Eric ja schon (indirekt) gesagt.
@Stefan: Wozu? Ich spiegele mein System auf eine Externe Festplatte, von der ich jederzeit booten kann, falls ich einen Ausfall habe. Als mein MacBook kaputt war habe ich einen MacMini geliehen bekommen, nach 3 Stunden inkl. Betriebssysteminstallation und Überspielen der Daten vom Backup lief das Teil mit allen Einstellungen wie mein MacBook inklusive knapp 80GB an Dokumenten und Daten. Mach das mit einer Windows-Maschine :)
(Das heißt nicht, dass ich deinem Argument nicht folgen kann, aber ein Totalausfall ist höchst unwahrscheinlich und selbst dann gibt es gute und sehr gute Alternativen zum Zweitcomputer, der dann ja auch erstmal wieder eingerichtet werden muss.)
@Stefan Danke! Dein wirklich ausführlicher Artikel hat mir wirklich weitergeholfen… denn eigentlich dachte ich bisher immer ich sei der einzige der den Macs vielleicht nicht ganz soviel sensationelles abgewinnen kann wie es sonst die Leute aus der Branche tun… dazu fehlt mir aber auch einfach die Erfahrung im Umgang mit OSX, nur wie soll man ein System auch testen wenn man es nur auf Apple-Hardware “ausprobieren” könnte. Somit investiere ich schon allein für den Test einen nicht gerade kleinen Betrag, nur um dann festzustellen das ich es vielleicht garnicht bräuchte, oder mir die Fummelei an XP vielleicht einfach besser gefallen hat?
Ich sehe es da ziemlich ähnlich: Ich muss mit meinem PC die meiste Zeit arbeiten, und dafür habe ich meine Programme… ob nun CS3, PSPad, OpenOffice, Firefox, ich wüsste aktuell nicht warum ich nach einem Umstieg produktiver in einem der Programme sein sollte. Auf einem Mac würde ich mir wahrscheinlich eh soweit es geht genau die Software installieren die ich auf meinem PC gerade auch nutze.
Für mich geht es ja nicht darum die altbekannte Schlacht zu führen welches der beiden Systeme jetzt besser ist, sondern was eher dem entspricht wie ich gerne arbeite.
@Jowra Auch dir vielen Dank. Mir gehts scheinbar auch genau wie dir… ich bin offen für Kritik, kann die Kritik die aber von der Mac-Fraktion gegen Windows geht einfach nicht unterstützen, und fragte mich daher immer ob ich irgendwie eine andere Windows-Version habe als alle anderen, oder ob ich die Probleme einfach konsequent ignorierte?
Wo ich bei Mac jedoch schon einen Vorteil sehe ist, wenn man man mehrere Geräte von Apple sein eigen nennt. z.B. ein Macbook, einen iMac und ein iPhone… die Synchronisierung klappt hier denke ich besser als bei meinem Windows Mobile Handy, was auch nur mit Outlook als Sync klar kommt, was ich aber gar nicht nutze… nun bin ich aber auch niemand dem eine Synchronisation so irrsinnig wichtig wäre.
Wo der Mac natürlich auch seinen Vorteil hat ist die Softwareausstattung per Default. Timemachine und Co sind schon sicherlich sehr nützliche Programme, auch wenn ich mir wiederum denke das es doch eher selten vorkommt das ich eine Datei aus der Vergangenheit nochmal zurückholen müsste, denn aus versehen habe ich schon ewig keine Datei mehr gelöscht. Und wenn, dann habe ich auch so eine Backup-Software auf OpenSource-Basis, die sieht zwar wieder nicht so schick aus, tut es aber für den Fall der Fälle auch.
VLC als Mediaplayer, IrfanView als Bildbetrachter… alles Tools die zwar hässlich wie die Nacht sind, aber dennoch viel (mehr) können und nichts kosten.
Ich hab’ mein MacBook jetzt seit fast 2 Jahren und koennte mir beim besten Willen nicht mehr vorstellen einen Windows-PC als produktives System zu nutzen (meine alte Kiste dient nur noch als ueberdimensionierte Auslagerungsfestplatte). Meine Vorgeschichte ist aehnlich zu deiner: Windows 95, Windows 98, Windows 2000, Windows XP. Und dabei wuerd’ ich mich persoenlich als ehemaligen Windows-Poweruser bezeichnen.
Was den Workflow betrifft finde ich OS X um Welten besser als Windows und das schoene ist, dass man ein vollwertiges Unix unter der Haube hat, ohne die ellenlangen Konsolen-Konfigurationen à la Linux.
Meiner Meinung nach ist OS X fuer absolute DAUs geeignet, die nicht viel konfigurieren wollen, aber auch fuer Computer-Benutzer, die das letzte Quaentchen aus ihrem Workflow herausholen wollen.
Die Integration und Interaktion der einzelnen Programme, und damit meine ich nicht nur Programme von Apple, mit dem System ist einfach fantastisch und laesst einen sein System wirklich direkt auf die eigenen Beduerfnisse anpassen. Das mag mit Windows bis zu einem gewissen Grad auch funktionieren, aber lange nicht so gut wie unter OS X.
Wie Eric schon angemerkt hat braucht man natuerlich ein paar Tage um sich einzuarbeiten, aber diese Einarbeitungsphase hat mir persoenlich unheimlich Spass gemacht.
Das mit dem Spielen ist natuerlich so eine Sache fuer sich. Im schlimmsten Fall (falls es kein Port gibt) muesstest das halt ueber den Umweg Bootcamp machen, im besten Fall laeuft es auch unter VMWare Fusion (keine Erfahrung, da ich nicht spiele) oder direkt unter OS X.
Fazit: Ich persoenlich wuerde dir sofort zu ‘nem Mac raten, meine Bekannten haben es bisher auch nicht bereut, aber wenn du Geld sparen willst und mit Windows soweit zufrieden bist (UND deinen Workflow nicht um 1000% steigern willst) dann bastel dir doch ‘ne Windows-Kiste zusammen.
Greetings
@Eric: Das ist natürlich auch eine vernünftige Vorgehensweise. Ich konnte das oben Beschriebene ja letztens über Twitter mitverfolgen. :-) Schien ja recht problemlos gewesen zu sein.
Der Zweitcomputer muss in meinem Fall allerdings nicht erst eingerichtet werden; der wird vom Rest der Familie noch benutzt. Nur auf meinem Nutzerprofil liegen dann noch die Daten und Programme des alten Produktivsystems. Ansonsten ist der immer auf dem aktuellen Stand. Das Ganze ist allerdings auch eine sehr spezifische Geschichte in meiner eigenen Systemumgebung und wird Christian bei seiner Entscheidungsfindung vermutlich gar nicht helfen.
Mal sehen, ob ich bis zur nächsten Anschaffung in vermutlich etwa einem Jahr vom MacBook überzeugt bin. Reizen würde es mich schon sehr.
Über Kommentare ein Betriebssystem einzustufen halte ich für fragwürdig und lasse es deshalb gleich bleiben. Aber lass Dir gesagt sein, dass der Wiederverkaufswert der Macs weit über dem der PCs liegt und Du ihn bei Nichtgefallen mit wenig Verlust wieder verkaufen kannst. Tritt aber eh nicht ein.
Eric, David,Patrick: Ich denke ihr habt recht… ich habe einfach keine Produktiverfahrung mit Macs/OSX und kann daher nur wie ein Blinder von Farben reden… bzw. mir nur überlegen wie ich mir ein besseres System vorstellen würde.
Bis auf die oben genannten Dinge fällt mir da jedoch eher wenig zu, aber wahrscheinlich meint ihr gerade die kleinen coolen Dinge die OSX zu einem “besserem” Produktivsystem machen, an die man als Windows-Nutzer per Default einfach garnicht denken würde.
Mhm, ich glaube ich muss mal für ne Woche bei Herrn Hahn Urlaub machen und seinen iMac belagern ;)
Was ich mir wünschen würde: Wenn Apple mal sowas wie eine Demo rausbringen würde mit der man OSX für einen kurzen Zeitraum mal auf einem PC laufen lassen könnte, aber das würde wohl schon durch die unzähligen Hardware-Kombinationen nach hinten los gehen, aber man wird ja noch träumen dürfen.
@Fabian: Ich werde mich hüten meine Kaufentscheidung komplett von diesen Kommentaren abhängig zu machen. Um ehrlich zu sein habe ich in meinem direktem Umfeld aber nunmal nur Dosennutzer, oder MacBook-Nutzer die so ziemlich alle nur darüber schimpfen das ihnen die Teile (rein von der Hardware) auseinander fallen als wäre es aus Lego. Objektive Meinungen bekommt man da von beiden Seiten nicht :)
Mir gehts nur darum zu erkennen ob ich einfach falsch denke oder wirklich “anders” bin als alle anderen die den Switch gemacht haben.
Mein erster Rechner hatte noch DOS drauf ;) Dann kam Win 3.1.. 95.. 98se.. xp
also durch und durch mit Windows aufgewachsen. Dann kam die Entscheidung: Vista oder OSX. Schließlich bin ich im April auf einen Mac umgestiegen und rege mich mehr denn je über Windowsrechner auf, weil 99% der Win Probleme auf dem Mac einfach nicht auftauchen.
Der Großteil der Programme die ich nutze (Textmate, InDesign, Photoshop, Illustrator, Mail, Office, Things, iTunes, etc.) laufen besser und gibt es für Win teilweise ja nciht einmal.
Die Bedenken mit den Spielen hatte ich auch. Allerdings vermisse ich sie nicht. Wenn ich unbedingt mal CS o.ä. spielen will hab ich ein Win Notebook und auch da nach 30min keine Lust mehr. Kleinere Spiele (Yahtzee oder so) gibt es für den Mac kostenlos so wie es insgesamt Unmengen kostenloser Programme und Widgets für den Mac gibt.
Mein Windows war 1h nach der Installation auch nicht mehr das welches ich installiert habe. Bei Mac habe ich nur einige Kleinigkeiten geändert (Transparenz im Dock). Ich hab nicht mehr geändert, weil es nicht möglich ist, sondern weil es nicht nötig ist. Viele Programme kann man in den Einstellungen stylen, vieles andere kann man in den Systemeinstellungen ändern. Bei Windows war das ganze von MS versteckt. Vielleicht liegt auch darin der Reiz bei dir ;)
Als früheres Windowskind würde ich die Entscheidung des Umstiegs auf einen Mac immer wieder treffen. Das EINZIGE Problem: es gibt kein Elster für den Mac ;)
Meine Meinung zum Thema kennst du…
Ich habe Jahrelang sehr produktiv und glücklich mit Windows gearbeitet, es lieben und hassen gelernt – würde aber nach wie vor sagen das ich gerne unter XP am Rechner gesessen habe. Vor 2 Jahren kam ein iPod und ein Macbook hinzu, nichts besonderes, das MacBook eher nur zum Mails schreiben und Filme ansehen, nicht zum arbeiten.
Eigentlich wollte ich schon bei meinem letzten (Alienware) Rechner switchen, aber ich habe mich nicht „getraut“…
Nun, vor 4Monaten oder so hab ich auf den 24er iMac geswitched, ich kann es immer noch kaum glauben – eines steht auf alle Fälle fest: Ich habe nie solchen Spass gehabt, nie einen solch reibungslosen Workflow gehabt, mich nie an einem Rechner so wohl gefühlt. Und dazu kommt: Welches Betriebssystem wird M$ in den nächsten Jahren bieten, auf das wir uns verlassen können? Vista kann keine Lösung sein!
Danke Alexander für deinen Kommentar, der trifft es auf den Punkt.
Wer OS-X nicht wirklich produktiv einsetzt, also nur mal schaut, oder es nur zum „Mail-schreiben“ benutzt, lernt es nicht richtig kennen und kann es nicht beurteilen.
Man muss beide Seiten (ausreichend) kennen, um eine Entscheidung zu treffen.
Wenn du OSX testen willst, kannst Du dich ja mit OSX86 beschäftigen (vorausgesetzt du hast nicht zu exotische Hardware)…
Ich hab einen Mac Mini (der in einer Ecke verstaubt, damals rein aus Interesse gekauft) und seit 1 Jahr auch einen MacBook (also noch mit Intel Onboard Grafik), kann mich aber auf Grund der langsamen Geschwindigkeit noch immer nicht so recht damit anfreunden. Alles was in Windows SOFORT da ist braucht auf meinem MacBook nicht ganz eine Sekunde – unbrauchbar (zB im Firefox ein neues Tab, ich will ein neues Tab und zeitlich die URL eingeben, nicht erstmal warten…). Auf den Standard iMacs unserer Kunden ist es genauso schnell/langsam…
Einen Mac Pro habe ich bisher leider noch nicht testen können, aber wenn ich wirklich ein System brauche, dass mind. 2500 € kostet, nur damit alles in halbwegs brauchbarer Geschwindkeit läuft, verzichte ich auch gerne.
Vielleicht hat ja einer DEN Tipp, um meinen (frisch installierten) MacBook etwas zu beschleunigen?
Und: Vista ist auch keine Lösung, da stimme ich zu – das läuft auch mit 8 GB Ram und mit deaktivierter Auslagerungsdatei noch lange nicht so flüssig wie XP, außerdem sind die ganzen ärgerlichen Fehler aus Beta Zeiten immer noch vorhanden (Geschwindigkeit von Dateioperationen, Darstellung im Explorer ändert sich selbständig, usw.), aber leider bleibt mir in meinem Beruf nichts anderes übrig, als mich an Vista zu gewöhnen (und auf Windows 7 zu hoffen).
Wie man schon merkt, dass ist ein disskusionswürdiges Thema.
Ich bin auch ein Windows User seid kindauf und würde mich so wie Christian einschätzen.
Ich habe mir natl. die tollen File auf apple.com angeschaut und
bin von dem Mac von einem Kumpel schon recht angetan gewesen.
Es gibt sachen die einfach anders und zugegebener maßen einfacher / logischer aufgebaut sind.
Aber als wir dann eclipse & xampp + xdebug (&zend debugger) versuchthaben zum Laufen zu bringen war es auch viel Arbeit.
Alleine, dass wenn man eine Datei findet und den Pfad zur der Datei haben möchte, um diese in eine Config-Datei zu schreiben – ein Krampf.
Bestimmt gibt es da tolle Tools aber über den finder war es nicht möglich.
Auch mal schnelle die “hosts” Datei zu ändern. Plötzlich in eine DOS ähnlichen Editor zu gelangen….
Viele Informationen die man im Netz findet sind einfach für Windows gedacht.
Da kann MAC OS X nix dafür aber es ist auch eine gewisse Stärke, wenn der Kreis der Helfer / Nutzer größer ist.
Jetzt könnten einige sagen: na dann nimm halt boot camp.
Gesagt getan. Alles rüber kopiert (das gute an eclipse & xampp, dass es auch unter windows keine installation bedarf – außer die JRE).
Auf zwei Windowsrechnern (PC Hardware) kein Problem.
Auf dem einen Ma, keine Chance. Die Programme laufen aber die oben besagten Debugger nicht. Wie man es auch dreht.
Ich bin gestern Abend davon abgekommen und werde mir es nicht antun um zu steigen.
Für Leute die Ihre Programme darauf wiederfinden (Grafiker, Videobearbeiter, etc) oder die einfach ein System haben wollen was funktioniert und dabei auch schick und einfach zu bedienen ist und mehr EMail, Internet, Tectverarbeitung, etc benötigen ist es schon eine gute Wahl.
Ich möchte auch mal ein Programm ausführen wie WISO Mein Geld ohne Parallels kaufen zu müssen und bin mit Windows absolut flexibel.
Und wenns mich doch mal was nem anderen juckt, dann wird halt das Linux mal wieder ausprobiert…
just my zwo cents
So dele, ich hab auch mal wie der Stefan einen Blogbeitrag draus gemacht. Siehe dort: Zu meinem Beitrag
Zur Ausgangsfrage
Meine Situation: Ich bin, bzw. war, relativ erfahrener DOS-/Windows-User seit 286er-Zeiten. Mein Auslöser zum Wechsel Ende 2006 war, dass ich mir ein mobiles Gerät für’s Studium zulegen wollte, das gleichzeitig als Desktoprechner laufen sollte. Ich brauchte kompakte Maße (ohne gigantisches Netzteil als “Ausgleich”), geringes Gewicht, gute Akkulaufzeit, flotten Stand-by-Betrieb und wenig Geräuschkulisse, also schien ein MacBook ideal. Bezüglich des OS war ich risikofreudig, wohl wissend, dass ich notfalls immer noch Windows hätte installieren können. Es war jedoch ein Glückstreffer, auch wenn mir das erst nach und nach klar wurde.
Das komische ist, dass auf dem Mac ganz viele Dinge auf einmal wie selbstverständlich funktionieren, ohne dass man noch groß darüber nachdenkt. So kann man einzelne Vorteile nach einer Weile gar nicht mehr so einfach benennen.
Relevanter beim Mac als irgendwelche Features ist wohl das Gefühl, dass alles irgendwie durchdacht(er) ist. Man sagt sich nach dem Umstieg ständig: “Warum nicht gleich so?” Dinge sind nicht einfach zum Selbstzweck da, weil sie schon immer da waren oder weil niemand sich damit beschäftigen wollte. Alles sitzt am richtigen Fleck, überflüssige Dinge sind nicht da, Kleinigkeiten stimmen.
Umgekehrt weiß man unter Windows gar nicht recht, was einem denn eigentlich zum Glück fehlen könnte. Man hat sich aber in meinen Augen im Laufe der Jahre mit etlichen kaputten Konzepte und Umsetzungen mehr oder weniger arrangiert. Als wahllose Beispiele fallen mir ein, dass …
- … auf der IBM-gemäßen Traditionstastatur haufenweise zigfach bedruckte Altlastentasten, dafür aber null brauchbare Sonderzeichen sind.
- … Standby, Schriftartenverwaltung, Farbmanagement, Backups, Skripting/Automatisierung, Mehrbenutzersysteme, Desktopsuche, Betrachten von Dateien, PDF-Erstellung, Arbeiten mit Verweisen, Arbeiten mit Metadaten und vieles mehr nur in der Theorie oder mit viel Stress funktionieren.
- … die Aufteilung in System, Programme und Benutzerdaten eh völlig überflüssig ist, da eine Neuinstallation des Systems die Programme unbrauchbar macht und
- eine Sicherung des Benutzeraccounts nie und nimmer alle relevanten Einstellungen enthält.
- … man zum Starten von Programmen zig Optionen (Startmenü, Schnellstartleisten, Desktopicons, Shortcuts, …) hat, die aber alle nicht gut™ sind.
- … Taskleiste und -umschalter immer voll und unübersichtlich sind. Das Arbeiten macht ab einer gewissen Anzahl von Programmen und Fenstern keinen Spaß mehr.
- … ein Programm mit vielen Funktionen immer überfrachtet aussieht.
- … jedes neue Programm einen Neustart benötigt – überhaupt, dass man jeden Kleinscheiß “installiert”.
Von der Mac-Seite betrachtet, ist Windows einfach ein ziemlicher Krampf. Während ich mit dem Apfel-OS schnell klar kam, fühlt sich nun jeder Windows-Ausflug beengend an. Es macht keinen Spaß, es funktioniert nicht intuitiv, und es hat damals schon Jahre gedauert, sich das Wissen zu erarbeiten, trotzdem damit klarzukommen. Andererseits: Es tut nach dem Umstieg auch ein bisschen weh, so viele Probleme lösen zu können, die man gar nicht mehr hat. ;) Jedoch bin ich mir inzwischen relativ sicher, dass mein seitdem erworbenes Verständnis um unixoide Systeme noch lange wertvoll bleiben wird, denn wenn Apple mir eines Tages mit irgendwas blöd kommt, wird GNU/Linux hoffentlich ein gleichwertiges Desktop-OS sein. Windows scheint mir dagegen eher eine evolutive Sackgasse darzustellen.
Von der Windows-Seite aus dagegen muss das Apple-Universum vor allem eingeschränkt erscheinen. Es gibt nicht für alles zehn Alternativen; an iTunes, Mail, iCal, Adressbuch, XCode, Adium und einigen anderen Kandidaten führt in ihrem jeweiligen Aufgabenbereich kaum ein Weg vorbei. Apple drückt einem auf, was sie für richtig erachten, zum Beispiel bei Audio-/Video-Codecs. So kommt man mit abweichenden Bedürfnissen möglicherweise unter die Räder. Es gibt eine gewisse Planungsunsicherheit, denn Teile von Apple sind sehr offen und zugänglich (UNIX-Unterbau, Entwicklerwerkzeuge), andere sehr geschlossen (iTunes, iPhone). Manche Technologie ist ihrer Zeit voraus und manchmal sitzt man jahrelang auf einer alten Java- oder PHP-Version.
In deiner Situation fällt es mir schwer, eine eindeutige Empfehlung zu geben. Wenn Einschränkungen beim Spielen ein Ausschlusskriterium sind, würde ich es wohl einfach sein lassen, andernfalls das Riskio wagen.
zu den Kommentaren
Alleine, dass wenn man eine Datei findet und den Pfad zur der Datei haben möchte, um diese in eine Config-Datei zu schreiben – ein Krampf.
Alt + Drag-and-Drop einer Datei in Textmate fügt z. B. den kompletten Pfad ein.
Drag-and-Drop einer Datei ins Terminal fügt ebenfalls den Pfad ein, in deinem Fall z. B. in einen gerade geöffneten Editor.
Gegenfrage: Wie geht das denn unter Windows? Vermutlich derart kompliziert, dass man auf die naheliegendste Lösung gar nicht mehr kommt.
Auch mal schnelle die “hosts” Datei zu ändern. Plötzlich in eine DOS ähnlichen Editor zu gelangen….
Ohje, was kann das OS denn dafür, mit welchem Editor du eine Datei öffnest? Drag-and-Drop auf Textmate oder ein “mate /etc/hosts” im Terminal tun es zum Beispiel. Kostenlose Editoren gibt es auch.
Ich möchte auch mal ein Programm ausführen wie WISO Mein Geld ohne Parallels kaufen zu müssen und bin mit Windows absolut flexibel.
Die Möglichkeiten, Windows-Software laufen zu lassen, sind im Moment folgende:
- Bootcamp
- WINE
- CrossOver
- VirtualBox
- Parallels
- VMWare
Drei davon gibt’s für Lau, zwei erfordern keine Windows-Lizenz, zwei sind Open Source, zwei unterstützen den Mix von Windows- und OS-X-Fenstern, zwei können Direct X und eine führt Windows ohne irgendwelche Emulation oder Virtualisierung aus. Eigentlich sollte für jeden was dabei sein. ;)
@Raven:
Danke für die gute Zusammenfassung & die Tipps.
Per Drag and drop ist fast zu einfach, als das ich auf die Idee gekommen wäre… ;)
Per Wiondows: Im Explorer ist oben die Adressleiste, die den Pfad angibt und die man einfach markieren und kopieren kann.
Nicht viel schwieriger als beim Mac aber halt anders.
@Francois:
Nicht viel schwieriger als beim Mac aber halt anders.
Genau das meine ich. Als Windows-User erscheinen einem die beiden Aktionen erstmal etwa gleich aufwändig, auch wenn man …
- … Pfad- und Dateinamen in zwei Aktionen separat kopiert und zusammenbaut.
- … die Adressleiste im Explorerfenster der Datei heranziehen und auf die Markierung achten muss.
- … die Adressleiste überhaupt erstmal eingeblendet haben muss.
- … Umwege über mehrere Kontektmenüs oder die Tastatur benötigt.
- … Gehirnschmalz aufwenden muss, um sicherzustellen, dass in der Zwischenablage nichts mehr wichtiges war.
- … insgesamt eine vielfache Anzahl Einzelaktionen (Klicks, Mausbewegungen, Tastendrücke) benötigt.
Ist man jedoch erstmal gewohnt, dass es mit vier simplen Einzelhandlungen geht, sind ca. 14 (mit Shortcuts wie Strg+C oder F2 zum Erreichen des Dateinamens) bis 21 (nur über die Kontextmenüs) Aktionen plötzlich eine regelrechte Qual. ;)
- siehe auch: Wikipedia: Keystroke level model
Sollte ich mal ne Viertelstunde Zeit finden, werd auch ich mal meine Gedanken dazu in einem Blogartikel verfassen, aber jetzt mal in aller Kürze:
Ich habe mir zum Studienbeginn (Praktische Informatik, FH) im Jahre 2005 ein PowerBook gekauft. Seitdem arbeite ich praktisch nur noch an Macs. Derzeit besitze ich einen iMac 24” für mein Home Office und ein MacBook für die FH. Unter Windows fühle ich mich mittlerweile ziemlich unwohl, selbst unter Ubuntu komme ich mir heimischer vor als unter Windows, obwohl ich nach meinem Wechsel von Amiga OS im Jahre 1993 auch ausschließlich mit Windows-Systemen gearbeitet habe, also rund 12 Jahre. Nun arbeite ich seit rund 3,5 Jahren mehr oder minder ausschließlich mit Mac OS (derzeit Leopard) und kann mir gar nicht vorstellen, wieder mit Windows arbeiten zu müssen. Dem System fehlt einfach die Konsistenz, die Mac OS und mittlerweile sogar Linux bieten. Ich habe kürzlich einige Tage unter Ubuntu gearbeitet und muss sagen, dass selbst dort mittlerweile mehr Konsistenz erreicht wurde, als das unter Windows der Fall ist. Microsoft verschlimmbessert derzeit mehr als alles andere, Apple und gerade Ubuntu steuern genau in die richtige Richtung, andere Distributionen profitieren davon, weil ja eh alles frei ist. Natürlich hat auch Mac OS die eine oder andere Macke, aber insgesamt ist es einfach das bessere System, wenn auch ich Windows nicht als “schlecht” bezeichnen möchte, nur als “schlechter”. Windows XP ist hoffnungslos veraltet, Windows Vista lässt sich nur auf einer Highend-Maschine vernünftig benutzen. Ich habe auf meinem Zweitnotebook, einem Billiggerät von Acer mit einem 2-GHz-Celeron, sowohl Windows XP als auch Vista und Ubuntu 8.04.1 installiert. Ubuntu läuft in einer guten bis sehr guten Geschwindigkeit, Windows XP (!) hakt schon gelegentlich und Windows Vista ist quasi nicht zu gebrauchen, obwohl ich das Notebook erst vor rund vier Monaten gekauft habe. In Sachen Simplizität sind Mac OS und selbst Ubuntu Windows meilenweit überlegen, selbst meine vollständig technisch unbedarfte Mutter kommt mit ihrem Ubuntu auf ihrem Notebook bestens klar, nicht eine Rückfrage kam seit der Installation vor rund fünf Monaten.
Mein Rat, ganz klar, wag den Sprung, kauf dir einen Mac, nach spätestens einem Monat, da kann ich dir fast Brief und Siegel drauf geben, wirst du nie wieder zu Windows zurückkehren wollen. Die meisten derjenigen, die Mac OS heutzutage verteufeln, kennen entweder nur Mac OS 7, 8 oder 9 oder die ersten beiden Versionen von OS X. Oder aber sie verteufeln Apple per se, weil ja alles nur “hype” ist und kein wirklicher Mehrnutzen entsteht. Die aktuellen Versionen sind ausgereift, werden von Version zu Version schneller und bieten Features, die man unter Windows verzweifelt sucht. Wie gesagt, mehr dazu bald in meinem Blog, aber erst mal Zeit und Musse finden ;-)
Hallo Christian.
Meinen iMac habe ich vor fast zehn Monate recht spontan gekauft. Die Ausgangslage war bei mir etwas anders: zwar habe ich oft ewig an den Systemeinstellungen geschraubt und die Software sorgfältig ausgesucht, allerdings eher aus Not als aus Freude — ich besaß ein ziemlich lahmes System.
Ubuntu und andere Distributionen probierte ich regelmäßig seit 2001 aus und genauso regelmäßig konfigurierte ich sie kaputt. Effizientes Arbeiten sieht anders aus.
Die Gründefür den iMac-Kauf waren folgende
- ich hatte zu dem Zeitpunkt wenig Bargeld und so ein Angebot für den iMac mit Nullfinanzierung war für mich sehr interessant.
- ich lerne ein neues Betriebssystem kennen. Unbekanntes Terrain fand ich schon immer knorke. :)
- sobald ich es kenne, kann ich den Applefanatikern eine Meinung sagen, die fundiert ist und auf meinen eigenen Erfahrungen beruht.
- ich habe sehr wenig Platz auf meinem Tisch, da ich meine alte Kiste für Experimente aller Art einsetze.
In den ersten Wochen wusste ich nicht ob ich nun ein glücklicher Besitzer eines tollen Geräts bin, oder einfach nur ein Vollidiot, der zu viel Geld ausgegeben hat. Nach zehn Monaten mit dem iMac kann ich sagen, dass ich den Kauf nicht bereut habe. Das Gerät ist sehr leise, die CPU überhitzt sich — trotz des kleinen Gehäuses — auch unter Vollast und sommerlichen Temperaturen nicht (ich hatte da anfangs großes Bedenken), Soundausgabe ist recht gut, der glossy Bildschirm hat mich entgegen der Erwartungen nicht genervt.
Das Betriebssystem hat mir auf Anhieb gefallen. Es ist flott und ist recht schweigsam: beim Einstecken des USB Sticks gibt es keine Zilliarden von Erfolgsmeldungen aus dem Tray, sondern ein Laufwerksicon auf dem Desktop. Als großes Manko empfinde ich die Mausbeschleunigung, das Unvermögen von Finder — der OS X Explorer — Dateien über das Kontextmenü auszuschneiden und einzufügen; man muss sich entweder der Drag&Drop Technik bedienen oder im Terminal Befehle tippen. Und dann ist da noch die Sache mit den Shortcuts — sobald ich ein Tastaturlayout auswähle, das nicht auf dem lateinischen Alphabet basiert, funktionieren die Shortcuts nicht. Die Arbeit mit fremdsprachigen Texten wir so zur Qual.
Falls du dich für den Imac entschliesst: kauf das 24 Zoll Modell. Der Zwanziger ist ein bisschen zu klein, wenn man die PHP Dokumentation neben dem Quellcodeeditor platzieren möchte. Außerdem hat der 24er einen höheren vertikalen Betrachtungswinkel… bei meinem Modell zumindest, keine Ahnung wie es bei aktuellen Geräten ausschaut.
Ich mache mal an dieser Stelle Schluss, es liesse sich natürlich noch mehr schwafeln, aber die Zeit drängt. :)
Ich kann deine gedankengänge nachvollziehen. Bin auch hin und her gerissen….
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Ok ich geb zu ich bin Apple Fanboy. Aber das war nicht immer so! Erst seit dem och einen Mac besitze bin ich zu hundert Prozent von dem Workflow überzeugt! Ich kann nicht mehr richtig mit Windowsrechnern arbeiten! Es fehlen einfach die einfachen und intuitiven Eingabe und Bedienmöglichkeiten die OS X bietet!