Vor knapp 2 Monate habe ich mir ein iPad 3G 16GB zugelegt, für viele überraschend, denn immerhin bin ich bisher auf meine Apple-Produkte ja nicht sonderlich gut zu sprechen.

Das stimmt so aber eigentlich nicht. Was stimmt ist das ich meine Probleme mit dem iMac bzw. eher Mac OS habe, was mich wohl auch bald endgültig wieder zu Windows 7 treiben wird, was allerdings nicht stimmt ist das ich mit iOS bzw. den darauf basierenden Produkten unzufrieden wäre.

Mein iPhone 3GS ist zu einem treuem Begleiter herangewachsen, und so doof sich das anhört, man lebt ein wenig anders mit dem Teil. Informationen die man sich vorher immer irgendwo her organisieren musste hat man jetzt On-The-Fly immer dabei, alles steckt irgendwo in der Cloud, kaum etwas geht noch verloren. Morgen einen spontanen Tagesausflug? Warte, muss ich nachher erst mal Wetter checken, ach ne… zack, morgen wirds gut, alles klar. Aber ich muss dazu sagen, auch was ich von Android bisher gesehen habe sah nicht schlecht aus, mein iPhone gefällt mir aufgrund der wirklichen Einfachheit, einfachen Synchronisation und der fülle an Apps immer noch einen Tuck besser. Zudem ist die Pflege der Software einfach zuverlässiger als bei HTC und Co, wo man nach dem Kauf des Handys ziemlich selten überhaupt noch ein Upgrade auf die neuste Android-Version nachgeschoben bekommt. Das Geld ist halt in der Kasse, und ohne Upgrade ist die Chance höher das der User sich schneller ein neues Gerät zulegt.

Aber egal, iPad ist das Thema.

Gekauft, erwartet, geliefert, ausprobiert. Die erste Woche war es auch das dominierend genutzt Gadget in der Wohnung. Mal eben Baphomets Fluch gekauft und drauf gespielt, für gut befunden. Hier ne Wetter App, da noch ein Spielchen… aber dann irgendwann brach das Interesse ab. Das passiert bei mir manchmal ganz einfach, unbewusst blende ich ein Gerät aus und benutze es nicht mehr, es gibt keinen offensichtlichen Grund, ich scheine es einfach nicht zu brauchen. So erging es z.B. auch meiner Playstation 2, da wurden 2 Spiele die ich unbedingt wollte drauf gespielt, und dann stand sie 2 Jahre im Schlafzimmer herum, die Wii ereilt aktuell das selbe Schicksal. Seltsamerweise ist das bei der PS3 nicht der Fall. Ich führe das heute wohl auf den Standort (Schlafzimmer) und die schon damals veraltete Grafik auf dem alten Röhrenmonitor zurück.

Beim iPad entwickelt sich gerade ein ähnliches Verhalten… und ich denke dies mal ist der Grund, das meine Ansprüche an so ein Couch-Surfing-Device einfach vom iPhone schon komplett gedeckt werden. Klar, ich hab da einen kleinen Mini-Screen, aber für die meisten Angelegenheiten die man “mal eben” erledigen muss reicht das. Zudem tippt es sich auf dem iPhone irgendwie angenehmer, während man das iPad immer irgendwo ablegen, oder mit einer Hand halten und mit der anderen Tippen muss. Klar, Buch lesen… mach ich aber zu meiner Schande schon Offline ziemlich selten. Film gucken, auch aufm iPad besser… aber in der Wohnung hab ich nen dicken TV und nen dicken Monitor, da muss ich nicht künstlich auf dem iPad gucken. Klar, in der Bahn macht das Sinn, aber auch da reichte bisher immer auch das iPhone aus. Das iPad löst also für mich nur Luxusprobleme die wohl bisher gar keine waren. Aber ausprobieren musste ich es natürlich trotzdem :)

Mein Unterbewusstsein sagt mir also ganz einfach das es wohl eine unnötige Anschaffung war, und ich habe gelernt darauf zu hören, denn in der Vergangenheit hätte mir das schon viel Geld erspart :)

Der Grund des Verkaufs ist also nicht, das das Gerät oder die Idee dahinter schlecht wäre, ich glaube nur ganz einfach das für mich der Mehrwert zum iPhone zu gering ist… denn am Ende ist es wirklich nur die Größe, die Apps laufen ja fast alle ebenso auf dem iPhone.

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Kommentare zum Thema Warum das iPad wieder verkauft wird:

1 | Carsten schrieb am 10.08.2010 um 20:19
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Ja, so seh ich das auch. Ein Mittelding zwischen Smartphone und Notebook/Computer ist irgendwie nicht notwendig. Genau das gleich ist bei mir mit Netbooks der Fall. Ich brauch einen großen Rechner mit viel Leistung (das Macbook White mit Ubuntu wird auch langsam zu eng), und irgendwas, was unterwegs dabei ist. Ein Ipad oder anderes Tablet passt da nicht mehr rein.

2 | Florian schrieb am 11.08.2010 um 07:43
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Dein Bericht trifft es genau, was ich vom iPad denke. Es schafft meiner Meinung nach künstliche Bedürfnisse. Und da die Lücke zwischen Laptop, iPod touch und LCD-TV nicht mehr so groß sind, passt das iPad für mich da irgendwie nicht rein.

3 | Oliver Lippert schrieb am 11.08.2010 um 12:26
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Ein netter Artikel! Diese Sichtweise war mir bisher verborgen geblieben, ich persönlich nutze nur Microsoftbasierende Produkte (beispielsweise ein HTC Smartphone oder einen Windows 7 Computer), wobei ich es einfach mit der breiten Masse an Microsoft-Usern begründe, die ich bei iKomponenten nicht so sehe, aber das ist ein anderes Thema.
Für mich ein Grund, auf das iPad zu verzichten ist, dass ich jetzt schon wenig Zeit hätte. Dies würde sich sicherlich mit einem iPad noch verschlimmern, denn ich würde mehr Zeit im Internet hängen (beispielsweise Wetterdaten checken :P), E-Mails immer dabei haben (ist ja Modellabhängig auch iPad-Internet-Surfen möglich), Messengernachrichten lesen und was weiß ich, rundum: wenn ich mir ‘dir’ rede hänge ich im Hinterkopf eh nur auf dem iPad und denke an die neuste Mail (die ggf. sogar von der Arbeit kommt) und somit wird jedes Gespräch uninteressant.
Ich habe Freunde, die Mails (sogar von der Arbeit) auf einem iPhone empfangen und sogar während eines Gespräches dann darauf reagieren, sowas muss ich nicht haben und ich will mich ganz bewusst nicht in die Gefahr bringen, so etwas zu tun.

Ich habe mir bewusst (und auch aus Geldgründen) meine Internet-Flatrate vom Smartphone wieder abgeschafft. Dort sind die Apps wahrscheinlich nicht so gut wie auf einem iPhone/iPad, was die Nutzung ja schon einschränkt, aber Surfen ist immer noch möglich.
Die Flatrate ist weg und ich nutze es noch weniger, als nächstes kommt eventuell sogar gar kein Smartphone mehr, sondern ein gewöhnliches Handy.

Wie gesagt war das und die “Masse” bislang der einzige nicht-Kauf-Grund, dieser Artikel verstärkt meine Entscheidung, danke dafür!

4 | Bernd schrieb am 21.08.2010 um 14:39
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Krampfhaft suchte ich nach Gründen im Beitrag, warum das iPad wieder verkauft wird, wusste ich doch bislang nicht mal, dass das iPad nicht mehr verkauft wurde. Am Ende verstand ich dann, dass es hier nicht darum geht, warum das iPad verkauft wird, sondern darum, warum es der Beitragsautor wieder verkaufen will. So ist das mit den Beitragstiteln. Sie verleiten einen dazu, vollkommen uninteressante Geschichten zu lesen…

5 | Robert Hartl schrieb am 22.08.2010 um 03:44
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Womit bewiesen wäre, dass es niemand wirklich braucht. Wofür denn auch? Ich frage mich das seit der Vorstellung. Wo im normlen Tagesablauf brauche ich so ein Gerät? Vielleicht mag das iPhone mit der permanenten Internetverbindung den Alltag andererseits auch etwas verändert haben, das iPad ebenso? Ich kann es mir nicht wirklich vorstellen, da es in jeder Lage wie beschrieben eine jeweils bessere Alternative gibt.
Vielleicht ist es deshalb auch eine neue Geräteklasse…

6 | WebPro schrieb am 26.08.2010 um 17:56
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Ich finde es schon interessant, wie hier geschrieben wird, als ob iPad etwas notwendiges wäre. Meiner Ansicht nach ist es ein reiner Luxusartikel. Allerdings ein schöner =) Obwohl ich selber so ein Teil nich besitze, hatte ich doch meinen Spaß bei einem Bekannten es ausprobieren zu können. Was mich halt an den ganzen iPhones und iPads stört ist die Flash Sabotage. Da kann der Steve Jobs noch so schöne Geschichten von proprietären Technologien erzählen, es ändert nichts dran, dass durch diese Entscheidung (Flash gar nicht auf den mobilen Apple Geräten anzubieten) er einem der Hauptunternehmen (Adobe), welches Apple noch vor ein paar Jahren das Überleben überhaupt ermöglicht hat in eine unfäire Situation bringt. Immerhin wurde Apple hauptsächlich von Designern benutzt, welche wiederum mit Adobe Produkten arbeiten und so, meiner Meinung nach, Apple überhaupt im Spiel hielten. Naja, HTML5 ist stark im kommen und Adobe muss sich wohl damit abfinden, dass Apple kein Freund mehr ist (zumindest nicht der beste Freund). Aber noch was zum Thema: ich fände es schon nett so ein multimediales Pad zu haben, den man dank großem Bildschirm auch recht gut zum E-Books lesen verwenden kann. Naja, aber Luxus, bleibt Luxus ;-)

7 | Ursula schrieb am 24.09.2010 um 09:36
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…was war denn vor 25 Jahren – da haben wir doch auch schon gelebt! Da gab es für Privatpersonen in Deutschland noch (fast) keinen Computer, das Internet steckte sowieso noch in den Kinderschuhen, und von einem Handy hatte noch nie jemand etwas gehört…von diesen ganzen i-pod-zeugs ganz zu schweigen.
…Aber funktioniert hat’s trotzdem – man brauchte nur etwas mehr Organisationstalent als heute, und schaffte es vielleicht, mehr persönliche Gespräche zu führen als in der jetzigen Zeit. Nun tippt, simst und chattet jeder nur nur noch (und auch das oft mit schrecklichen Rechtschreibfehlern!!) .
Trotzdem sind diese neuen technischen Errungenschaften ein Fortschritt und ein Segen in der heutigen Welt, weil sie viele Wege eröffnen, die es früher einfach nicht gab.
Ein Fluch dagen sind sie, wenn sie den Geist aufgeben und nicht mehr funktionieren…

8 | Marco schrieb am 24.09.2010 um 14:00
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Bei mir ist es genau so wie beim Autor, mein Netbook, die neu Wii, mein neues Samsug S5230 samt Touchsceen und Zusatzprogrammen, alle Geräte sind für mich nur die ersten Wochen interessant, dann sind sie für mich zu umständlich oder zu langweilig.
Das Netbook zu klein,mit der Wii spielt nur noch mein Sohn, das Handy benötige ich nur zum Telefoniern oder zum simsen.
Mit dem iPad wäre es das selbe. Ich hatte im Saturn Markt mal eines in der Hand, nach 5 Minuten rumspielen war es mir schon zu langweilig…

9 | Blog schrieb am 30.09.2010 um 21:26
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Ich finde das IPad auch nur Geld macherei, es ist nichts halbes und nichts ganzes.

10 | Billig Mann schrieb am 10.10.2010 um 17:14
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Also ich denke man(n) braucht weder das iphone noch ipad. Ist alles spielerei. Man sollte die Freizeit besser nutzten (abends sitzt man ja eh öfters vorm compi…)

11 | Stefan schrieb am 12.10.2010 um 19:10
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Hi, also ich bin mit den Updates auf meinem HTC Desire sehr zufrieden. Allerdings habe ich ein Handy ohne branding – ansonsten gebe ich Dir natürlich völlig Recht!
In den letzten Wochen habe auch ich wie wohl alle hier darüber nachgedacht, wofür ich dieses Teil wohl gebrauchen könnte, mir ist auch nichts eingefallen :-( Computer sind für mich Arbeitsgeräte und arbeiten kann man mit einem iPad ja wohl nicht. Und wie Du schon sagtest, zum rumspielen reicht ja auch das Telefon.

12 | Studienwahl schrieb am 13.10.2010 um 14:18
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Das iPad an sich, wie auch alle anderen Tabletts, ist ein Gerät, welche so eigentlich niemand braucht. In Sachen Bedienung und Funktion ist es eher in Rückschritt in der Entwicklung der Unterhaltungsmedien. Der Tochscreen mag zwar bequem zu bedienen sein, aber nur für das klicken auf große Schaltfläche. Die Tastatur ist auch nicht wirklich einfach zu bedienen.
Der Hauptgrund, warum sich viele in iPad kaufen, ist wohl eher das Design und das Lebensgefühl, welches Apple dadurch vermittelt.
Wer unterwegs surft und Emails schreibt, ist mir einem Netbook besser bedient. Wer nur Texte lesen will, holt sich eben ein Kindle. Beides zusammen kostet auch in etwas soviel wie das Ipad.

13 | Phillip Plum schrieb am 19.10.2010 um 11:07
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Schöner Artikel. Ich selber besitze auch ein iPad und kann dir in den meisten Punkten zustimmen. Was bei mir sicher anders ist, dass ich das iPad zum Arbeiten benutze. Aktuell entwickel ich in meiner Ausbildung kleine Anwendungen für unsere Kunden. Zusätzlich programmiere ich noch andere Webseiten und Projekte. Da ist es gerne gesehen, wenn ich auf meinem iPad den aktuellen Designentwurf vorstellen kann.
Persönliche hätte ich mir das iPad nicht geleistet / leisten können, aber da ich es zur App-Entwicklung und zur Präsentation verwende, ist es dann doch ein sehr hilfreiches Gerät.

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